Hastings Gegensonnenbogen ähnelt stark dem Erscheinungsbild von
Wegeners Gegensonnenbogen. Während der Scheitelpunkt von Wegeners Gegensonnenbogen auf dem
oberen Berührungsbogen liegt, liegt der Scheitelpunkt von Hastings Gegensonnenbogen auf dem
oberen konkaven Parrybogen.
Diese Haloart wurde bis jetzt immer zusammen mit Wegeners Gegensonnenbogen beobachtet. Erst die Trennung der beiden Bögen im Sonnenbereich ermöglicht eine eindeutige Identifizierung der Haloart.
Aufgrund der Seltenheit der Erscheinung, gibt es in Europa kaum dokumentierte Nachweise dieser Haloart. Hastings Gegensonnenbogen konnte während des
Halophänomens von Neklid am 30.01.2014 und am 18.12.2017 auf dem Fichtelberg dokumentiert werden.
Hastings Gegensonnenbogen entsteht auf demselben Lichtweg wie Wegeners Gegensonnenbogen. Das Licht tritt in eine Prismenfläche ein, wird an einer Basisfläche reflektiert und verlässt den Kristall durch die übernächste Prismenfläche. Beteiligt sind jedoch
doppelt ausgerichtete Säulenkristalle mit Parryorientierung, bei denen zusätzlich zwei Seitenflächen waagerecht liegen. Deshalb tritt er meist zusammen mit hellen
Parrybögen auf. Der Bogen ist nach Charles S. Hastings benannt.