William Parry beschrieb bereits in seiner Beobachtung von 1820 deutliche Aufhellungen auf dem
Supralateralbogen. Aber erst Walter Tape konnte die Bögen durch mehrere Beobachtungen am Südpol im Jahre 1986 als separate Haloarten wahrnehmen und sie näher untersuchen. In voller Ausprägung sitzen die Tapes Bögen als kurze "V"-förmige Berührungsbögen links und rechts auf dem Supralateralbogen oder in den unteren seitlichen
Infralateralbögen.
In der englischsprachigen Literatur werden diese Bögen oft als 46°-Parrybögen oder die oberen als Parry-Supralateralbögen sowie die unteren als Parry-Infralateralbögen bezeichnet.
Tapes Bögen entstehen an Säulenkristallen mit Parryorientierung. Das Licht durchläuft dabei einen Prismenwinkel von 90° zwischen einer Seitenfläche und einer senkrecht stehenden Basisfläche, ähnlich wie beim Supralateralbogen. Tapes Bögen treten nur in Halophänomenen mit hellem
Parrybogen auf, meist zusammen mit Supralateralbogen und Infralateralbogen.