Tapes Bögen (EE60)

Foto: Wolfgang Hinz

Beschreibung

Lichtweg
EE60 - Tapes Bögen

Kristallart:

  • Säulenkristalle

Orientierung:

  • doppelt orientiert

Lichtweg:

  • Brechung an Seitenfläche und vertikal stehender Basis

Vorkommen:

  • in Cirrus sehr selten, im Eisnebel häufiger

William Parry beschrieb bereits in seiner Beobachtung von 1820 deutliche Aufhellungen auf dem Supralateralbogen. Aber erst Walter Tape konnte die Bögen durch mehrere Beobachtungen am Südpol im Jahre 1986 als separate Haloarten wahrnehmen und sie näher untersuchen. In voller Ausprägung sitzen die Tapes Bögen als kurze "V"-förmige Berührungsbögen links und rechts auf dem Supralateralbogen oder in den unteren seitlichen Infralateralbögen.

In der englischsprachigen Literatur werden diese Bögen oft als 46°-Parrybögen oder die oberen als Parry-Supralateralbögen sowie die unteren als Parry-Infralateralbögen bezeichnet.

Entstehung

Die Tapes Bögen entstehen durch Parry-orientierte Säulchen und werden durch einen Lichtweg zwischen einer Seitenfläche und einer vertikalen Stirnfläche erzeugt. Er sollte immer dann zu sehen sein, wenn sowohl Supralateral- oder Infralateralbogen sowie ein heller Parrybogen vorhanden sind.

Fotos

Unterer rechter Tape-Bogen

Unterer rechter Tape-Bogen (Foto: Wolfgang Hinz)

Alle 4 Tape-Bögen

Alle 4 Tapes-Bögen, aufgenommen am 30.01.2014 am Fichtelberg, Erzgebirge (Foto: Claudia Hinz)

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