Ungeklärte Haloarten

Einleitung

Manchmal kommt es vor, dass Erscheinungen beobachtet werden, die keiner bekannten Haloart zugeordnet werden können. Solche Beobachtungen sind selten aber durch digitale Fotografie und moderne Bildbearbeitungstechniken gut dokumentiert. Bei den Erklärungen stoßen die gängigen Theorien jedoch oft an ihre Grenzen, so dass die Erscheinungen nicht zweifelsfrei erklärt werden können.

Des weiteren können Linsenreflexe, Artefakte, Verunreinigungen, starke Bildbearbeitung und andere Faktoren dazu führen, dass die Bilder verfälscht werden. So erkennt man auf dem Foto eine Erscheinung, die es eigentlich gar nicht gegeben hat.

Diese Sektion zeigt einige dieser Erscheinungen.

44°-Nebensonnen (EE64)

Nach der Theorie von Les Cowley entstehen die 44°-Nebensonnen durch die Lichtbrechung an zwei Plättchenkristallen. Der Lichtweg ist dabei der selbe wie bei den Nebensonnen. Les Cowley beschreibt die 44°-Nebensonnen sehr anschaulich als "Nebensonnen der Nebensonnen". Jedoch gab es lange Zeit Zweifel an dieser Theorie, da sich an besagter Stelle der Infralateralbogen und Supralateralbogen treffen.

Die 44°-Nebensonnen wurden bisher (Stand 05.2014) nur im Eisnebel gesichtet, jedoch nicht in Cirruswolken, wo auch die gewöhnlichen Nebensonnen entstehen können.

Lichtweg
44°-Nebensonnen
Laser-Simulation

Lichtweg mit einem Laser nachgestellt (Foto: Michael Großmann)

44°-Nebensonnen

44°-Nebensonnen aufgenommen in der Nähe von Stockholm - Schweden (Foto: Peter Rosén)

44°-Nebensonne

44°-Nebensonne, aufgenommen am 05.01.2012 in Churanov (CZ) (Foto: Roman Szpuk)

Ungeklärter Bogen am 35°-Ring

Am 27.03.2013 fotografierte Andreas Möller ein Pyramidal Halophänomen in der Nähe von Berlin. Bei der späteren Auswertung der Aufnahmen und nach der Anwendung diverser Bildbearbeitungsmethoden, war auf mehreren Fotos ein parryförmiger Bogen zu sehen. Dieser scheint am 35°-Ring anzuliegen. Auf den ersten Aufnahmen bildet der Bogen eine Grenze zwischen den Wolkenschichten und innerhalb des Bogens ist eine deutliche Aufhellung (ähnlich wie bei einem Regenbogen) zu erkennen.

Auf dem 3. Foto ist eindeutig zu erkennen, dass der parryförmige Bogen nicht in die Geometrie der Optik passt. Bis heute ist die Entstehung dieses Bogens ungeklärt. Höchstwahrscheinlich handelt es sich hierbei um ein Artefakt der starken Bildbearbeitung.

Ungeklärter Bogen

Ungeklärter parryförmiger Bogen der am 35°-Ring aufliegt, aufgenommen am 27.03.2013 in Wildau (Foto: Andreas Möller)

Ungeklärter Bogen

Ungeklärter parryförmiger Bogen der am 35°-Ring anliegt, USM (Foto: Andreas Möller)

Ungeklärter Bogen

Ungeklärter Bogen der am 35°-Ring anliegt, USM (Foto: Andreas Möller)

Unbekannte Erscheinung in Rumänien

Am 01.09.1986 wurde in Rumänien eine unbekannte Erscheinung aufgenommen. Das Phänomen wird im folgendem Artikel diskutiert.

Die Ursache des sog. "Rumänienhalos" ist höchstwahrscheinlich auf einen Reflex in der Kameraoptik zurückzuführen, so dass es sich hier um keinen Halo handelt.

Aufnahme 2 des "Rumänien Halos"