Meteorite sind Gesteins- oder Metallbrocken aus dem Weltraum, die den Weg durch die Erdatmosphäre überstehen und auf der Erdoberfläche landen. Im All nennt man diese Körper Meteoroide. Treten sie mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre ein, bringen sie die Luft zum Leuchten und erzeugen eine Leuchterscheinung, den Meteor. Ist diese besonders hell, spricht man von einer Feuerkugel oder einem Boliden. Die allermeisten Meteoroide verglühen dabei vollständig. Nur größere und stabile Brocken werden stark abgebremst und erreichen den Boden. Erst dann heißen sie Meteorite.
Die meisten Meteorite sind Bruchstücke von Asteroiden aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Einige wenige stammen vom Mond oder vom Mars. Viele sind rund 4,6 Milliarden Jahre alt und damit so alt wie das Sonnensystem selbst. Deshalb sind sie für die Wissenschaft wertvolle Zeugen aus der Entstehungszeit der Planeten.
Man unterscheidet drei Hauptgruppen:
- Steinmeteorite sind mit Abstand am häufigsten. Dazu gehören die Chondrite mit ihren typischen kleinen Silikatkügelchen (Chondren).
- Eisenmeteorite bestehen überwiegend aus einer Nickel-Eisen-Legierung.
- Stein-Eisen-Meteorite sind eine seltene Mischform, zum Beispiel die Pallasite mit Olivinkristallen in einer Metallmatrix.
Frisch gefallene Meteorite erkennt man oft an einer dünnen, dunklen Schmelzkruste, die beim Flug durch die Atmosphäre entsteht. Benannt werden Meteorite nach ihrem Fundort.