Beobachtungshinweise

Hinweise für den visuellen Meteorbeobachter

Mai 2022

Bereits zu Monatsbeginn sind die Eta-Aquariden aktiv, das Maximum wird am 6. Mai erreicht. Der Radiant geht um ca. 3 Uhr Ortszeit auf und nicht lange danach beginnt die Morgendämmerung. Er weist ein breites Maximum auf, dessen stündliche Rate im Maximum zwischen 40 und 65 Meteore liegen sollte. Möglicherweise folgt darauf zwei Tage später ein zweites Maximum. Kurz vor der Dämmerung lassen sich höchstens zwischen vier und acht Meteore beobachten. Die zweite Nachthälfte ist für Beobachtungen am besten geeignet. Ein größeres Zeitfenster bieten Beobachtungsorte bei ca. 30° nördlicher Breite.

Der bereits in astronomischen Publikationen oft erwähnte Meteorstrom der Tau-Herkulidenn könnte Ende Mai für vielleicht höhere Raten sorgen. Sein Ursprungskörper ist der Komet 73P/Schwassmann-Wachmann 3. Nach der Entdeckung im Jahre 1930 wurde das Auftreten eines Meteorstromes bei Annäherung der Erde an den Kometen vorhergesagt. Allerdings sind die vorliegenden Daten nicht aussagekräftig für eine Bestätigung der Vorhersage gewesen. Die berechnete Radiantposition lag nahe dem Stern Tau Her und führte zu seiner Bezeichnung, obwohl der jetzt erwartete Radiant westlich vom Bootes (siehe Karte) liegt. Infolge des beobachteten Zerfalls des Kometen Ende 1995 waren frische Staubschweife zu sehen. Sein Perihel erreicht er am 25.8.2022, kurz davor könnte die Erde Staubspuren entlang der Bahn durchqueren. Die Modellrechnungen geben als Zeitpunkt den 31.5.2022 um 05:00 UT an. Da die Masseverteilung der Teilchen jedoch unbekannt ist werden die geringen Eintrittsgeschwindigkeiten mit Teilchengrößen zwischen 10mg und 1g einen merklichen Effekt haben. Bei anderen Strömen gab es durch die höheren Eintrittsgeschwindigkeiten vermehrt helle Erscheinungen. Im Falle der Tau-Herkuliden könnte es aber beim Durchqueren der Staubspuren wegen obiger Effekte eine höhere Aktivität geben. Ein mögliches Maximum am 31.5.2022 wird in Teilen Nord- und Mittelamerikas am besten zu beobachten sein (vornehmlich südliches Kalifornien, Mexiko bis Texas). Man sollte den gesamten möglichen Zeitraum vom 28.5. bis 1.6.2022 für Beobachtungen einplanen.

Weiterhin erwähnenswert ist auch der schwache Meteorstrom der Eta-Lyriden. Sein Aktivitätszeitraum reicht vom 5. bis 14. Mai, das Maximum wird am 10. Mai erreicht. Die zweite Nachthälfte bietet sich für den Zeitraum für Beobachtungen an (Erstes Viertel am 8. Mai) wobei der Radiant während der Nacht ausreichend hoch über dem Horizont steht.

April 2022

Nach den beiden Monaten mit geringerer Aktivität beginnen ab April die ersten interessanteren Ströme des Jahres.

Strom des Monats bleiben die Lyriden (LYR), welcher am 14.4. seinen Aktivitätszeitraum beginnt und bis zum 30.4. aktiv bleibt. Das Maximum liegt in diesem Jahr am 22.4. gegen 06h40m UT, wobei wie in den Vorjahren eine Variation in der Sonnenlänge den Zeitpunkt des Eintretens zwischen 21.4. 22h40m und 22.4. 09h40m UT legt. Die ZHRs liegen allgemein bei 18 Meteoren je Stunde, wobei der Peak an der „Idealposition“ Raten von bis zu 23 Meteoren je Stunde in den vergangenen Jahren zeigte. Die höchsten Raten wurden 1982 kurzzeitig mit ZHRs von 90 registriert. Zum Maximum wurden häufig schwächere Lyriden beobachtet. Am günstigsten sind Beobachtungen nach 22h30m Ortszeit und in diesem Jahr sind die Bedingungen optimal (Neumond am 23.4.)! Video- und visuelle Daten zeigen auch eine signifikante Anzahl von Strommeteore bis zum Monatsende.

Besonders in südlicheren Breiten sind die Eta-Aquariiden (ETA) günstig zu beobachten. Der zweite erwähnenswerte Strom beginnt ab 19.4. seine Aktivität, das Maximum wird Anfang Mai erreicht. Die ZHR liegt bei ca. 30. Für sinnvolle Beobachtungen ist das Zeitfenster in unseren Breiten auf ca. 1 Stunde begrenzt und der zunehmende Mond lässt eine kurze mondfreie Zeit bis zum Maximum übrig.

März 2022

Bereits zu Monatsbeginn bleibt die Antihelion Quelle (ANT) weiterhin mit geringen Raten von bis zu 3 Meteoren je Stunde aktiv. Der Radiant verbleibt in südlichen Deklinationen im Bereich des Sternbildes Jungfrau. Für Beobachtungen sollte bevorzugt die erste Monatshälfte gewählt werden. Es gelten außerdem die Hinweise auf mögliche neue Quellen vom Februar.

Februar 2022

Nachdem im Januar beginnend mit den Quadrantiden eine höhere Aktivität beobachtet wurde geht es nun in den kommenden zwei Monaten mit geringerer Aktivität weiter. Anfang Februar sind noch die Dezember Leonis Minoriden (DLM) aktiv. Die Antihelion Quelle (ANT) bleibt der vorherrschende „Radiant“ im Februar, die Raten liegen im Bereich um 3 Meteore je Stunde. Für Beobachtungen bietet sich bevorzugt die erste Monatshälfte an. Weiterhin sollten aufgrund der geringen Aktivität mögliche „neue“ Radianten durch Plotting der Meteorbahnen dokumentiert werden. Wenn neue Quellen entdeckt werden können diese Daten dann zur Ableitung einer Aktivität genutzt werden.

Januar 2022

Zum Neujahr sind, wie in den Dezember-Hinweisen erwähnt, die Quadrantiden (QUA) bereits aktiv. Sie erreichen das Maximum am 3.1. gegen 20h40m UT. Aufgrund des Zeitpunktes sind insbesondere Orte in der östlichen Hemisphäre und Asien bevorzugt. Die Raten erreichen ZHRs um 120 Meteore je Stunde mit Variationen zwischen 60 und 200 Meteore je Stunde. Nach Mitternacht kulminiert der Radiant. In diesem Jahr sind die Bedingungen optimal, der Neumond bietet einen ungestörten Blick bei geeigneten Wetterbedingungen.

Der Strom der Leonis Minoriden (DLM) ist weiterhin aktiv und bleibt im gesamten Januar aktiv. Die Raten liegen nur wenig über denen der Anthelionquelle (ANT), die zeitgleich mit ca. 2 Meteoren je Stunde knapp über der sporadischen Aktivität liegt. Für Beobachtungen sollte bevorzugt die erste Monatshälfte genutzt werden.

Der jährliche Hinweis zum Strom der Kappa Cancriden (793 KCA) ist nach wie vor aktuell. Die Radiantenposition liegt bei  a= 138°, d=+9°. Diese wird in diesem Jahr am 9.1. gegen 21h50m UT erreicht. Bereits 2016 war eine Aktivität in den Videodaten zu finden, in den Folgejahren konnte nichts nachgewiesen werden. Visuelle Daten liegen zu diesem Strom bisher nicht vor, zur fraglichen Maximumszeit am 9.1. befindet sich der zunehmende Mond im Sternbild Fische, mögliche Strommeteore sind schneller als die ANT-Meteore. Die zweite Nachthälfte sollte für Beobachtungen zum Nachweis einer möglichen Aktivität genutzt werden.

Dezember 2021

Zu Beginn des Weihnachtsmonats sind die Monocerotiden (MON) bereits aktiv. Das Maximum wird am 09.12. erreicht, die ZHR liegen dann bei ca. 3 Meteoren, sonst ist das ZHR-Niveau bei 2. Videodaten aus den Jahren 2011 bis 2018 legen ein späteres Maximum um den 14.12. nahe mit einer Rate um 8 Meteore je Stunde. Aufgrund von erhöhten MON-Raten zum Geminiden-Maximum in den vergangenen Jahren ist eine sorgfältige Unterscheidung von MON und GEM wichtig. Bis zum Geminiden-Maximum bieten sich gute Bedingungen für Beobachtungen.

Daneben sind die σ-Hydriden (HYD) ab 03.12. zu beobachten. Er bleibt bis zum 20.12. beobachtbar und die Raten liegen zwischen 5 und 8 Meteore je Stunde. Auch hier gilt wie bei MON eine sorgfältige Zuordnung der Meteore. Bereits am späten Abend steht der Radiant über dem Horizont, bevorzugt sollte die zweite Nachthälfte genutzt werden. Die Aktivität kann gut bis zum Geminiden-Maximum verfolgt werden.

Der Strom des Monats, die Geminiden (GEM), erreicht sein Maximum am 14.12. gegen 07h UT, die Zeit variiert nur wenig, der Zeitraum liegt zwischen dem 13.12. 14h UT und 14.12. 12h UT. Die Raten liegen bei optimalen Bedingungen zwischen 140 und 150. Der Radiant geht abends zeitig auf, der Mond (vier Tage vor Vollmond) geht gegen 2 Uhr Ortszeit unter so dass ca. 3 - 5 Stunden bis zur Dämmerung gute Beobachtungsbedingungen herrschen.

Über die Weihnachtsfeiertage sind die Ursiden (URS) aktiv, sie beginnen bereits am 17.12. und bleiben bis zum 26.12. aktiv. Das Maximum wird in diesem Jahr am 22.12. gegen 07h UT erreicht, die Raten liegen im Bereich um ca. 27. Der abnehmende Mond drei Tage nach Vollmond bieten leider nur eingeschränkte Möglichkeiten die Aktivität zu verfolgen.

Zum Monatswechsel können die ersten Quadrantiden beobachtet werden.

November 2021

Zu Monatsbeginn sind die Orioniden noch bis zum 7.11. aktiv. Dann beginnen am 6.11. die Leoniden (LEO) mit ihrem Aktivitätszeitraum und bleiben bis zum 30.11. aktiv. Der Zeitpunkt des Maximums liegt am 17.11. gegen 11h UT, die Raten liegen zwischen 10 und 20. Für Beobachtungen sollte bevorzugt die zweite Nachthälfte genutzt werden.

Kurz nach dem Leoniden-Maximum beginnen die α-Monocerotiden (AMO)  am 15.11. ihren kurzen Aktivitätszeitraum bis zum 25.11., das Maximum wird am 21.11. gegen 12h UT erreicht. Die ZHR liegt meist variabel um 5 Meteore je Stunde, der letzte Ausbruch wurde im Jahr 1995 beobachtet, wobei dort kurzzeitig ZHRs von bis zu 420 registriert wurden. Der Mond lässt den Zeitraum der optimalen Radiantenhöhe ungestört.

Daneben ist der ekliptikale Komplex der südlichen (STA) und nördlichen Tauriden (NTA) noch bis zum Monatsende aktiv, wobei der südliche Teil uns noch bis zum 20.11. begleiten wird. Die Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde.

Bereits kurz vor dem Monatswechsel am 27.11. beginnen die Monocerotiden (MON) ihre Aktivität welche bis in die erste Dezemberdekade anhält. Hier sind Beobachtungsdaten wieder sehr gefragt. Das Maximum der November Orioniden (NOO) tritt am 28.11. ein und ist in diesem Jahr bedingt durch den Vollmond nur sehr schwer zu beobachten.

Oktober 2021

Der Oktober beginnt mit einem bekannten Strom, den Draconiden (DRA). Dieser ist seit dem 6.10. aktiv, seine Raten liegen im Maximum zwischen 15 und 50 Meteoren je Stunde, das Maximum wird am 08.10. gegen 18h30m UT erreicht. Der zirkumpolare Radiant liegt am Abend in seiner höchsten Position und dessen Höhe nimmt im Laufe der Nacht kontinuierlich ab. Daher stört der Mond die Beobachtungen in den am besten geeigneten Abendstunden nicht.

Neben den Draconiden stehen die Oktober-Camelopardaliden (OCT) auch in diesem Jahr auf der Stromliste und sind um den 05./06.10. aktiv, das Maximum wird am 05.10. erreicht. Der Neumond am 6.10. bietet optimale Beobachtungsmöglichkeiten, die ZHR liegt etwa bei 5 Meteoren je Stunde.

Der Strom der Delta-Aurigiden (DAU), welcher zu den drei wiederkehrenden Strömen in der Region Fuhrmann-Perseus im Zeitraum Ende August bis Mitte Oktober zählt, ist ab 10.10. zu beobachten. Trotz der geringen Raten um 2 Meteoren je Stunde ist in diesem Jahr die Aktivitätsperiode komplett ungestört von der Mondphase. Der Radiant ist ab der zweiten Nachthälfte hoch über dem Horizont.

Die Beobachtungsbedingungen der Maxima der Orioniden (ORI), der Epsilon-Geminiden (EGE) und der Leonis-Minoriden (LMI) werden im Zeitraum vom Vollmond gestört, so dass der Aktivitätsverlauf nur äußerst eingeschränkt verfolgt werden kann.

Ab dem 20.10. beginnt der nördliche Teil des Tauridenkomplexes seine Aktivität welche bis in den Dezember bei Raten um 5 Meteore je Stunde anhält.

September 2021

Zum Start des neuen Monats sind die Aurigiden (AUR) bereits aktiv. Dieser Strom hatte in der Vergangenheit mehrere unerwartete Ausbrüche verursacht, die Raten bewegten sich dabei zwischen 30 und 50 Meteore je Stunde. Der Radiant erreicht erst nach Mitternacht eine Höhe von 10° über dem Horizont, in den Morgenstunden stört der abnehmende Mond so dass sich die Anzahl möglicher Strommeteore reduziert.

Die September-Perseiden (SPE) starten am 5.9. ihren Aktivitätszeitraum. Das Maximum wird am 9.9. gegen 11h UT erreicht. Im Jahr 2008 wurde im gleichen Intervall eine erhöhte Aktivität festgestellt. Gegen 22 Uhr Ortszeit erreicht der Radiant eine ausreichende Höhe und der Neumond bietet optimale Bedingungen zur Beobachtung. Die mittlere Rate außerhalb des Maximums beträgt ca. 5 Meteore je Stunde.

Eine Beobachtung der Chi­-Cygniden (CCY) mit einem möglichen schwachen Maximum am 14./15. September (ZHR etwa 2–3) ist nach wie vor aktuell, in diesem Jahr liegt die Radiantenposition um die Zeit des Ersten Viertels, Daten über eine Aktivität sind daher willkommen.

Auch in diesem Jahr erfolgt ein Hinweis auf die Tages-Sextantiden (DSX) welche am 9.9. beginnen und bis Anfang Oktober aktiv bleiben. Der Radiant befindet sich rund 30° westlich der Sonne nahe dem Himmelsäquator. Im gesamten Zeitraum sind Beobachtungsdaten erwünscht. Beobachtungen sind vor der Morgendämmerung ohne Einschränkungen möglich (Letztes Viertel 28.9.) und sollten hierzu in kurze Intervalle unterteilt werden.

Bereits am 10.9. beginnt der ekliptikale Komplex der Südlichen Tauriden (STA) seinen Aktivitätszeitraum und löst die Anthelion-Quelle (ANT) als dominierende Komponente des Anthelion-Bereiches ab. Die Raten liegen meist im Bereich von 5 Meteoren je Stunde.

August 2021

Zu Monatsbeginn starten die κ-Cygniden (KCG) am 3.8. ihre Aktivität und bleiben bis zum 25.8. aktiv. In den Jahren 2007 und 2014 wurden leicht erhöhte Raten registriert. Aus den vorliegenden Daten lässt sich zweifelsfrei eine Aktivität zwischen dem 2.8. und 18.8. nachweisen. Der Radiant ist zirkumpolar und damit die ganze Nacht über dem Horizont.

Der Strom der Perseiden (PER) ist bereits zu Monatsbeginn aktiv, das Maximum wird am 12.8. erwartet, der mögliche Zeitraum ist vom 12.8. 14h UT bis 13.8. 03h UT. Die Raten bewegen sich um 110 Meteore je Stunde. Neumond am 8.8. bringt günstige Beobachtungsbedingungen, ab etwa 22 Uhr Ortszeit steht der Radiant ausreichend hoch.

Daneben sind folgende Ströme noch im Monat August aktiv. Die alpha-Capricorniden (CAP) bis zum 15.8. sowie die südlichen delta-Aquariiden (SDA) bis zum 23.8.

Kurz vor dem Monatswechsel starten die α-Aurigiden (AUR) wobei das Maximum am 1.9. erreicht wird. 2019 wurden ZHRs um 50 Meteore beobachtet. Um 22 Uhr Ortszeit steht der Radiant nur 10° über dem Horizont. In den Morgenstunden stört der abnehmende Mond die Beobachtung. Die Ausbeute wird aufgrund dieser Einschränkungen geringer sein.

Juli 2021

Im Sommermonat Juli stehen wie in jedem Jahr ein paar interessante Ströme auf dem Programm.

Die α-Capricorniden (CAP), beginnen am 3.7. ihre Aktivität und bleiben bis über das Monatsende aktiv. Die Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde, das Maximum tritt am 29.7. ein. Durch die räumliche Nähe zum Radianten-Gebiet der Anthelion-Quelle (ANT) ist durch die langsamere Geschwindigkeit der Capricorniden-Meteore eine sichere Zuordnung möglich.

Mit den südlichen δ-Aquariiden (SDA) startet am 12.7. ein weiterer Strom seine Aktivität. Das Maximum am 30.7. wird durch den zunehmenden Mond nur mit Einschränkungen verfolgt werden, die Raten bewegen sich im Maximum um 25 Meteore je Stunde. Der Strom ist deutlich aktiver als die Capricorniden.

Die Juli-Draconiden (GDR) sind auch in diesem Jahr erwähnenswert. Die Position des Maximums wird am 28. Juli 2020 um 00h30m UT erreicht. Eine Überwachung des Zeitraumes ist auch weiterhin von großem Interesse, sein Radiant liegt bei  α= 280°, d= +51° und die Meteore haben eine langsame Geschwindigkeit (V=27 km/s).

Der Strom der Piscis Austriniden (PAU) gesellt sich ab Mitte Juli zur Aktivität und bleibt auch über den Monatswechsel aktiv.

Die Perseiden (PER) starten Ihre Aktivität am 17.7., jedoch verschlechtern sich durch den zunehmenden Mond die Bedingungen bis zum Maximum.

Dazu verlagert sich die Anthelion-Quelle (ANT) vom östlichen Bereich des Schützen bis in den Wassermann und bleibt mit Raten von 3 Meteoren je Stunde auf niedrigem Niveau.

Juni 2021

Im Sommermonat Juni bieten sich trotz der kurzen hellen Nächte Beobachtungen bei überwiegend geringen Raten an. Angenehmes Plotting oder Counting sind garantiert.

Die Aktivität der Tages-Arietiden (ARI) bleibt bis zum 24.6. nachweisbar. Es gelten weiterhin die Hinweise aus dem letzten Jahr um in diesem Projekt weiter Daten zusammenzutragen um ein Bild von der Aktivität zu erhalten. Ein wichtiger Bestandteil sind auch visuelle Beobachtungen. Das Maximum tritt möglicherweise am 07.6. ein, die Bedingungen sind durch den Neumond ideal. Für Beobachtungen ist nur die letzte Stunde vor Sonnenaufgang in unseren Breiten nutzbar und das nur bei sehr klarer Sicht. Es sollten kleine Intervalle gewählt werden (15-20min), auch eine Beobachtung ohne Strommeteore ist ein Ergebnis.

Als zweiter Strom des Monats beginnen die Juni-Bootiden (JBO) am 22.6. ihre Aktivität. Das Maximum wird zwischen dem 23.6. und 27.6. erreicht, wobei die Raten variabel zwischen 0 (keine Aktivität) und bis zu 100 Meteoren liegen können. In diesem Jahr ist aufgrund des Vollmondes ein sicherer Nachweis bei geeignetem Wetter nur sehr eingeschränkt möglich.

Daneben ist der ekliptikale Komplex der Anthelion Quelle (ANT) weiterhin aktiv, der Schwerpunkt verlagert sich in die Region des Sternbildes Schütze. Die Raten liegen zwischen 2 und 4 Meteoren je Stunde.

Mai 2021

Bereits zum Start des neuen Monats ist der Strom der Eta-Aquariiden (ETA) aktiv und sein Radiant erscheint in unseren Breiten erst in den frühen Morgenstunden über dem Horizont. Ein möglicher Beobachtungszeitraum beträgt bei 50° nördlicher Breite eine Stunde, bei 45° ca. zwei Stunden vor der Morgendämmerung. Das Maximum tritt um den 5./6.5. auf, diesmal nach dem letzten Viertel (3.5.). Wegen des kurzen Aktivitätszeitraumes am Morgen gibt es nur in wenigen Jahren vollständige Aktivitätsprofile. Die ZHRs liegen lt. IMO-Daten im Zeitraum 3. bis 10.5. bei ca. 30, mit Schwankungen zum Maximum. Als zweiter Strom sind die Eta-Lyriden (ELY) ab 3.5. aktiv. Sein Maximum wird am 8.5. erreicht, Videodaten zeigen aber ein späteres Maximum um den 10.5., in visuellen Daten ist der Strom kaum nachweisbar. Dieses Jahr sind Beobachtungen für den Zeitraum ohne Mondstörung möglich, die Raten liegen im Bereich um 3 Meteore je Stunde. Die Tages-Arietiden (ARI) stehen weiter in der Arbeitsliste, sie sind bis in den Juni hinein aktiv. Es werden Intervalle zwischen 15 bis 20min Länge bei Beobachtungen empfohlen, auch „keine Meteore beobachtet“ sind ein Ergebnis.