24°-Lateralbögen (EE70)

Foto: Alexander Haußmann

Beschreibung

Lichtweg
EE70 - 24°-Lateralbögen

Kristallart:

  • Pyramidalkristalle

Orientierung:

  • Hauptachse vertikal

Lichtweg:

  • Brechung an Seitenfläche und Pyramidalfläche

Vorkommen:

  • sehr selten

Am 24°-Ring können je nach Sonnenhöhe bis zu vier weiße Lichtverstärkungen auftreten. Diese Lateralbögen liegen am oberen bzw. unteren rechten und linken Bereich des 24°-Rings. Auf dem Bild ist der obere linke 24°-Lateralbogen als schwache Aufhellung des 24°-Rings zu sehen. Nur bei Kristallen mit nahezu ideal horizontal orientierter Hauptachse erkennt man auch die Bogenform dieser Haloart, wobei sich die Lateralbögen leicht von dem 24°-Ring wegbiegen (siehe auch die Simulation). Die oberen beiden Lateralbögen werden bei einer Sonnenhöhe von mehr als 30° sehr lichtschwach und können bei noch höherem Sonnenstand nicht mehr entstehen. Die unteren beiden Lateralbögen können dagegen bis zu einer Sonnenhöhe von etwa 60° auftreten, wobei sie sich dann vom 24°-Ring entfernen.

Simulation

Betätige den Slider, um die Sonnenhöhe zu ändern.

Entstehung

Die 24°-Lateralbögen entstehen in pyramidalen Kristallen mit vertikal orientierter Hauptachse. Die Hauptachse geht durch die beiden Basisflächen. Beobachtungen zeigen, dass sich pyramidale Kristalle nicht so exakt ausrichten wie Plättchen- oder Säulenkristalle. Meistens betragen die Kippwinkel mehr als 10°. Plättchen- und Säulenkristalle weisen dagegen häufig Kippwinkel von weniger als einem Grad auf.

Fotos

Pyramidal Halos

Pyramidal-Halophänomen mit 24°-Lateralbogen, aufgenommen in Dresden am 26.03.2013 (Foto: Alexander Haußmann)

24°-Lateralbogen

Pyramidal-Halophänomen mit 24°-Lateralbogen - beschriftet (Foto: Alexander Haußmann)

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