18°-Lateralbögen (EE67)

Foto: Jari Luomanen

Beschreibung

Lichtweg
EE67 - 18°-Lateralbögen

Kristallart:

  • Pyramidalkristalle

Orientierung:

  • Hauptachse vertikal

Lichtweg:

  • Brechung an 2 Pyramidalflächen

Vorkommen:

  • selten (etwa einmal im Jahr)

Wenn Ringe mit ungewöhnlichen Radien, wie der 9°-, 18°- oder der 24°-Ring zu sehen sind, sollte man auf die Lateralbögen zu diesen Ringen achten. Die 18°-Lateralbögen befinden sich in Höhe der Sonne auf dem 18°-Ring. Es sind sozusagen die Nebensonnen des 18°-Rings. Die Lateralbögen sind weiß und biegen sich bei ideal vertikal orientierten Kristallen leicht von der Sonne weg. Die Lateralbögen wurden bisher nur sehr selten beobachtet. Wenn die pyramidalen Kristalle nicht mit exakt vertikaler Hauptachse fallen, dann verschmieren die Lateralbögen, werden länger und gehen bei noch schlechterer vertikaler Orientierung fließend in den 18°-Ring über. Bei einer Sonnehöhe von mehr als 60° werden die 18°-Lateralbögen sehr lichtschwach und können bei sehr hohem Sonnenstand nicht mehr entstehen.

Simluation

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Entstehung

Die 18°-Lateralbögen entstehen an pyramidalen Kristallen mit vertikaler Hauptachse. Die Hauptachse geht immer durch die beiden Basisflächen. Diese Orientierung entsteht vor allem dann, wenn der untere Pyramidenansatz recht lang ist, der obere dagegen nur kurz.

Fotos

18°-Lateralbögen

Pyramidal-Halophänomen mit 18°-Lateralbögen, aufgenommen in Finnland am 07.08.2013 (Foto: Jari Luomanen)

18°-Lateralbögen

Linker 18°-Lateralbogen am Mond, aufgenommen am 28.03.2013 in Violet, Kanada (Foto: Matt Molloy)

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