Elliptische Ringe (EE37)

Foto: Claudia Hinz

Beschreibung

Die Entstehung des Elliptischen Rings ist unbekannt.

EE37 - Elliptischer Ring

Kristallart:

  • unbekannt

Orientierung:

  • unbekannt

Lichtweg:

  • unbekannt

Vorkommen:

  • sehr selten

Wenn Fallstreifen aus mittelhohen oder hohen Wolken ausfallen, so können in seltenen Fällen weiße elliptische Ringe entstehen. Wegen ihrer unmittelbaren Sonnennähe von meist 6° und weniger wird die Beobachtung und die Fotografie stark erschwert, da dieser Bereich stark von der Sonne überstrahlt wird. Deshalb lässt es sich auch schwer sagen, wie selten elliptische Ringe wirklich sind. Am häufigsten werden ein oder zwei Ringe unterschiedlichen Durchmessers beobachtet. Sehr selten können auch mehr Ringe entstehen. In Finnland wurden schon elliptische Displays mit 4 oder 5 Ringen beobachtet (5 Ringe am 25.06.1996 von Mika Silanpää). 

Entstehung

Der aktuellen Theorie nach entstehen elliptische Ringe durch Spiegelung an sehr dünnen Plättchen mit stumpfen pyramidenartigen Aufsätzen in der Mitte, die nahezu exakt horizontal ausgerichtet sein müssen. Durch die verschiedenen Spiegelungswinkel an der geneigten und dadurch unterschiedlich dicken Basisfläche entstehen keine Kreise, sondern Ellipsen. Allerdings stimmen bei dieser Haloart die Simulationen nicht gänzlich mit den beobachteten Ringen überein, so dass hier weitere Nachforschungen nötig sind.

Fotos

Die beiden linken Fotos zeigen einen seltenen elliptischen Ring am Mond. Dieses Phänomen wurde von Michael Busse am 27.03.2013 in Hannover aufgenommen. Er beschreibt seine Beobachtung wie folgt: "Die strukturellen Veränderungen innerhalb des Halos änderten sich recht schnell. Insgesamt scheint es eine kurzlebige Erscheinung zu sein. Ich habe den Halo nur ca. 10 Minuten beobachten können, dann war er verschwunden [...]".

Das rechte Foto stammt von Claudia Hinz und wurde am 13.03.2006 auf dem Wendelstein aufgenommen. Es zeigt einen elliptischen Ring im Eisnebel.

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