Heiligenschein

Foto: Michael Großmann

Erklärung

Wenn man sich am Morgen mit dem Rücken zur Sonne stellt und der eigene Schatten auf eine taubenetzte Wiese fällt, sieht man oft um den eigenen Kopf einen Lichtschein. Wenn man sich ein paar Schritte bewegt, wandert auch der sogenannte Heiligenschein mit. Er wird nur sichtbar, wenn Sonne, Beobachter und Schatten eine Linie bilden. Aus diesem Grunde hat jeder Beobachter seinen eigenen Heiligenschein und kann auch nur diesen wahrnehmen. Schon um den Schatten der seitlich ausgestreckten Hand ist dieser Lichtschein nicht mehr erkennbar.

Am besten ist der Heiligenscheim bei tiefen Sonnenständen zu sehen, wenn der Beobachterschatten mindestens 15 m lang ist und auf kurzes Gras oder auf Klee fällt und die Wiese durch Taubedeckung weißgrau wirkt. Folgende Punkte erleichtern das Auffinden des Heiligenscheins:

  • den Blick über die gesamte Wiese schweifen lassen und darauf achten, wie das Licht in der Nähe des eigenen Schattens zunimmt
  • ein paar Schritte gehen - der Lichtschein wandert mit
  • Stellen, an denen das Gras nicht besonders hell war, werden beleuchtet, wenn der Schatten näherkommt
  • den eigenen Schatten mit dem einer anderen Person vergleichen, der Heiligenschein ist nur um den eigenen Kopf sichtbar

Bei der Entstehung eines Heiligenscheins treffen die Lichtstrahlen auf einen Tautropfen und werden in diesem "gebündelt". Am Tröpfchenhintergrund (Grashalm, Blatt, Erde o.ä.) wird der gebündelte Lichtstrahl nun reflektiert und ein Großteil des Lichtes in alle Richtungen gestreut.

Fotos

Heiligenschein

Heiligenschein im Mondlicht, aufgenommen am 07.09.2014 (Foto: Thomas Klein)

Heiligenschein

Heiligenschein, aufgenommen am 02.11.2014 (Foto: Andreas Möller)