Beobachtungshinweise

Foto: Jens Hackmann

Hinweise für den visuellen Meteorbeobachter

November 2017

Bereits zum Monatsstart ist der ekliptikale Komplex der Tauriden mit seinem nördlichen und südlichen Teil aktiv, wobei der südliche Teil uns noch bis zum 20.11. begleiten wird. Das Maximum der nördlichen Tauriden fällt am 12.11. in den Zeitraum des abnehmenden Mondes, so dass eine Überprüfung höherer Raten bei geeigneten Wetterbedingungen gegeben ist. Die Leoniden beginnen am 6.11. ihre Aktivität und bleiben bis Monatsende aktiv. Der Zeitpunkt des Maximums liegt in diesem Jahr am 17.11. gegen 16h30m UT in der Neumondzeit (18.11.), die ZHR liegt bei ca. 10, nach Modellrechnungen können durchaus auch hellere Meteore auftreten. Gegen Mitternacht erreicht der Radiant ausreichende Höhen. Der Strom der November Orioniden (NOO) beginnt am 14.11. seine Aktivität und erreicht am 28.11. sein Maximum, die Raten liegen bei 3 Meteoren je Stunde. In den letzten Tagen des Novembers ist dieser Strom die stärkste Quelle. Der Radiant befindet sich im Nordteil des Orion, ca. 4° nördlich von α Orionis, unweit des Radianten der nördlichen Tauriden. Durch die höhere Geschwindigkeit der Meteore lassen sich diese gut von den langsameren Tauriden unterscheiden. Bevorzugt sollte die zweite Nachthälfte genutzt werden (Erstes Viertel am 26.11.). Der kleine Strom der α-Monocerotiden (AMO) beginnt am 15.11. seine Aktivität, sein Maximum wird am 21.11. gegen 17h UT erreicht und bleibt bis zum 25.11. aktiv. Die Raten sind variabel und bewegen sich knapp über der Nachweisgrenze, der Radiant erreicht 23h Ortszeit ausreichende Höhe, mit dem Neumond am 18.11. bieten sich gute Randbedingungen für Beobachtungen der Aktivität. Sein letzter Ausbruch wurde 1995 beobachtet, er dauerte nur 30 min und hatte eine gemittelte ZHR von 420 !!

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Oktober 2017

Anfang Oktober 2005 und 2006 gab es einen kurzzeitigen Ausbruch (5./6.10.) der Oktober Camelopardaliden (OCT). Die Quelle ist ein zirkumpolarer Radiant bei α ≈ 166°, δ ≈ +79°, diese ist auch in der Drifttabelle des Kalenders enthalten. Die Geschwindigkeit der Meteore liegt bei 47 km/s. Das Ereignis von 2005 (nur dieses) wurde auch schwach in Radiodaten gefunden. Es gibt von beiden keine visuellen Daten. In den Jahren 2007, 2008, 2011–2013 sowie 2015 gab es keine Wiederholung. Eine Aktivität konnte auch in der 10-Jahres-Analyse von Videodaten (VID) nicht gefunden werden. Das mögliche Intervall aus den Videobeobachtungen liegt zwischen λ ≈ 192 .°5 und 192 .°8 – entsprechend 5. Oktober 2017 19h bis 6. Oktober 02h UT, allerdings ist aufgrund der Mondphase ein sicherer Nachweis einer möglichen Aktivität in der obig genannten Region nur schwer möglich. Der kurze Strom der Draconiden (DRA) beginnt am 6.10. seine Aktivität. Das potentielle Maximum am 8.10. tritt 3 Tage nach Vollmond auf, so dass von ungünstigen Bedingungen auszugehen ist. Der zirkumpolare Radiant erreicht bereits vor Mitternacht seine höchste Position. Die Orioniden (ORI) starten am 2.10. ihren Aktivitätszeitraum, das Maximum wird am 21.10. erreicht, die ZHR bewegen sich um 20+. Der Radiant erreicht um Mitternacht Ortszeit eine ausreichende Höhe und der Neumond am 19.10. bietet optimale Bedingungen das Maximum zu verfolgen. Die Orioniden zeigten wiederholt kleinere Maxima, so dass die Aktivität in mehreren Nächten um das Hauptmaximum gleich zu sein schien. Deshalb sollten auch die Nächte davor und danach in die Beobachtungsplanungen einbezogen werden. Ab 14.10. sind die Epsilon-Geminiden (EGE) aktiv, welche bis zum 27.10. beobachtet werden können. Aufgrund der Nähe zum Orioniden-Radianten ist hier wie jedes Jahr Sorgfalt bei der Zuordnung gefordert. Das Maximum tritt am 18.10. ein, bei optimalen Bedingungen (Neumond!) ist die Aktivität gut zu verfolgen. Seine Raten liegen bei ca. 3 Meteoren je Stunde. Visuelle und Videodaten weisen auf ein späteres Maximum hin. Die Leonis Minoriden (LMI) beginnen am 19.10. ihre Aktivität, die ZHR (ca. 2) liegt nahe der Nachweisgrenze, am 24.10. wird das Maximum erreicht. Aufgrund der günstigen Bedingungen bietet sich die Gelegenheit zur Gewinnung neuer Daten.

Karte ORI EGE

Karte LMI

September 2017

Zum Monatsbeginn ist der Strom der Aurigiden (AUR) bereits aktiv. Das Maximum wird am 1.9. gegen 2 Uhr UT erreicht, der Radiant erreicht nach Mitternacht eine ausreichende Höhe. Dieser Strom hat in der Vergangenheit mehrere kurze Ausbrüche gezeigt: 1935, 1986 und 1994 wurden ZHRs zwischen 30 und 40 registriert. Das Erste Viertel am 29.8. lässt die Morgenstunden knollenfrei. Nahtlos ab 5.9. schließen sich die September-Perseiden (SPE) an. Seine Raten liegen bei ca. 5 Meteoren je Stunde, sein Maximum wird am 9.9. erreicht. Die volle Knolle am 6.9. macht jedoch einer genauen Verfolgung der Aktivität einen Strich durch die Rechnung, so dass von der geringen Rate nicht viel zu sehen sein wird. 2015 zeigten verschiedene Videodaten während des gesamten Monats eine Aktivität der Chi¬- Cygniden (CCY) mit einem schwachen Maximum am 14./15. September (ZHR etwa 2–3). Der Strom war auch in den Jahren davor nachweisbar, jedoch mit geringerer Rate. Beobachtungen sind auf jeden Fall gefragt. Ein großer Teil der möglichen Aktivitätsperiode bis zum 25. September liegt in der Zeit nach Vollmond. Der Radiant dieser sehr langsamen Meteore (V∞ = 19 km/s) liegt bei α = 300°, δ = +31°. Die Positionen sind in der Drifttabelle des Meteorstromkalenders eingefügt. Der kleine Strom der Tages-Sextantiden (DSX) beginnt am 9.9. seine geringe Aktivität. Zur angegebenen Maximumszeit (28.9.) erreicht der Mond das Erste Viertel. Einige Sextantiden könnten also unmittelbar vor der Morgendämmerung Ende September bis Anfang Oktober ohne Mondstörung visuell beobachtet werden. Die DSX sind wie die Arietiden im Juni Ziel eines IMO-Beobachtungsprojektes, zu dem möglichst viele Einzeldaten zu einem besseren Bild zusammengetragen werden sollen. Der DSX-Radiant befindet sich rund 30° westlich der Sonne nahe dem Himmelsäquator. Da die Aktivitätsperiode nur kurz nach der Tag- und Nachtgleiche liegt, sind die Chancen für interessante Beobachtungsdaten gut. Die Korrekturen ändern sich wegen der Radiantenhöhe und der nahen Dämmerung (Grenzgröße) schnell. Visuelle Beobachter sollten die Daten in kurze Intervalle unterteilen, etwa 15–20 Minuten mit jeweils zugehöriger Bestimmung der Grenzhelligkeit. Der Zeitpunkt des Maximums ist nicht gut bekannt. Radiodaten zeigten es auch einen Tag früher als hier angegeben. Ab dem 10.9. beginnt der ekliptikale Komplex der Südlichen Tauriden (STA) seine Aktivität. Dieser geht aus dem Komplex der Anthelion Quelle (ANT) heraus hervor. Seine Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde.

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August 2017

Der Strom des Monats, die Perseiden (PER), sind bereits zum Monatsbeginn aktiv. Ab 22 Uhr Ortszeit erreicht der Radiant eine ausreichende Höhe. Das „traditionelle“ Maximum wird zwischen 12.8. 14h und 13.8. 02h30 UT erwartet. Die Höhe der Aktivität ist unsicher, ZHRs können 100 und mehr erreichen. Allerdings sind die Bedingungen in diesem Jahr ungünstig (Vollmond am 7.8.), so das vor als auch zum Maximum das Mondlicht die Beobachtung erheblich stört. Bereits der in den Juli-Hinweisen erwähnte Strom der Piscis Austriniden (PAU) ist zum Monatsstart aktiv. Bis zum 10.8. lässt sich die Aktivität noch verfolgen, hier gibt es nur wenig neuere Beobachtungsdaten, allerdings wird bedingt durch die Mondphase (siehe Perseiden) kein vollständiger Nachweis der geringen Aktivität möglich sein. Daneben sind noch bis 15.8. die alpha-Capricorniden (CAP) aktiv. Am 3.8. beginnen die kappa-Cygniden (KCG) ihre Aktivität. Die langsamen Meteore lassen sich gut verfolgen, wobei die Raten um 3 Meteore je Stunde liegen. Sein zirkumpolarer Radiant ist von mittleren und nördlichen Breiten aus in der gesamten Nacht über dem Horizont. Der Neumond bietet einen ungestörten Blick auf das Maximum am 18.8., der Strom ist bis zum 25.8. aktiv. Videodaten sehen das Maximum näher am 14.8., auch scheint sich die Aktivität (nur) über den Zeitraum vom 6.8. bis 19.8. zu erstrecken, einen möglichen Nachweis können nur Beobachtungen erbringen! Kurz vor dem Monatswechsel beginnen am 28.8. die alpha-Aurigiden (AUR) ihren kurzen Aktivitätszeitraum, der bis zum 5.9. reicht, der Radiant erreicht eine nutzbare Höhe nach 01 Uhr Ortszeit. 1994 wurden erhöhte Raten beobachtet, der erste vorausberechnete Ausbruch fand 2007 statt, dabei wurden unter sehr ungünstigen Bedingungen (Vollmond) in weniger als einer Stunde eine ZHR von rund 130 beobachtet. Dabei waren auch viele helle Meteore. Der Mond lässt in diesem Jahr die Morgenstunden ungestört.

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Juli 2017

Zum Monatswechsel in die lauen Julinächte sind noch die Juni-Bootiden (JBO) aktiv, welche noch bis zum 2.7. beobachtbar sind. Danach starten die α-Capricorniden (CAP) ab 3.7. ihren Aktivitätszeitraum, welcher bis in die Augusthälfte hineinreicht. Das Maximum wird am 30.7. erreicht, könnte sich aber bis zum 31.7. erstrecken. Die Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde, für eine genaue Zuordnung sollte man das Plotting bevorzugen, damit eine sichere Unterscheidung zum „ANT-Areal“ gegeben ist. Man sollte in diesem Jahr die zweite Monatshälfte für Beobachtungen nutzen. Als zweiter Strom beginnen die südlichen δ-Aquariiden (SDA) ihre Aktivität. Beobachtungen unter sehr guten Bedingungen in den Jahren 2008 und 2011 zeigten dass die Maximums-ZHR für etwa 2 Tage um 25 liegen. Der Strom ist somit intensiver als die Orioniden! 2003 gab es auf Kreta eine Beobachtung über eine ZHR von 40 während eines Zeitraumes von 1,5 Stunden. Zu diesem Ereignis gab es aber keine unabhängige Bestätigung. Weitere Daten sind also willkommen. Zur Maximumszeit am 30.7. lässt der Mond die interessanten Morgenstunden ungestört, vorteilhaft wäre ein Beobachtungsort in etwas südlicheren Breiten, da der Radiant in Mitteleuropa keine große Höhe erreicht. Mit den Piscis Austriniden (PAU) gesellt sich ein kleiner Strom ab Mitte Juli zur Aktivität, das Maximum wird am 28.7. erreicht. Neuere Beobachtungsdaten liegen für diesen Strom nicht vor. Möglicherweise ist die ZHR überschätzt aufgrund der ungünstigen Position des Radianten für auf der Nordhalbkugel befindliche Beobachter. Beobachtungen aus dem Zeitraum sind daher wünschenswert. Bereits ab 17.7. sind die Perseiden (PER) aktiv, wobei sich zunächst die Beobachtungsbedingungen zum Monatsende hin (Erstes Viertel am 30.7.) verbessern.

Karte CAP

Karte SDA

Juni 2017

Im Monat der kurzen Nächte bietet sich durch geringen Raten angenehmes Plotting an. Der „Haupt“-Strom im Juni, die Juni-Bootiden (JBO), startet am 22.6. seine Aktivität und bleibt bis über den Monatswechsel aktiv. Das Maximum wird am 27.6. gegen 03 UT erreicht, wobei die Raten zwischen 0 (keine Aktivität) und 100 Meteoren liegen können. Der letzte „Ausbruch“ wurde im Juni 2004 mit Raten zwischen 20-50 beobachtet. In mittleren Breiten steht der zirkumpolare Radiant die gesamte Nacht hoch am Himmel. Der Neumond am 24.6. bringt gute Bedingungen für Beobachtungen, es stehen nur wenige dunkle Stunden zur Verfügung. Als sporadischer Hintergrund bleibt uns im Juni auch die Antihelion Quelle (ANT) erhalten, welche mit Raten um 3 Meteore je Stunde ihren Schwerpunkt in das Sternbild Schütze verlagert.

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Mai 2017

Der Mai mit seinen kurzen Nächten bietet nur geringe Zeitfenster für visuelle Beobachtungen. Die Eta-Aquariiden (ETA) sind bereits zu Monatsbeginn aktiv und erscheinen erst in den frühen Morgenstunden über dem Horizont. Es bleibt zwischen Aufgang des Radianten und der einsetzenden Morgendämmerung kaum eine Stunde für mögliche Beobachtungen, das Maximum am 6.5. gegen 2 Uhr UT ist mondfrei. Es können neben dem Hauptmaximum Submaxima auftreten. Die Raten bewegen sich in unseren Breiten meist um 3 bis 5 Meteore je Stunde. Die Eta-Lyriden (ELY), ein kleinerer Strom, beginnt am 3.5. seinen kurzen Aktivitätszeitraum. Der Strom erreicht am 9.5. sein Maximum, leider wird bedingt durch den Vollmond eine sichere Verfolgung der geringen Aktivität unmöglich. Seine Raten liegen um 3 Meteore je Stunde.

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April 2017

Nach einer ruhigen Phase im Februar/März nimmt die Meteoraktivität langsam wieder zu und es sind die ersten interessanten Ströme zu beobachten. Der Strom des Monats, die Lyriden (LYR), beginnt am 16.4. seine kurze Aktivität. Das Maximum liegt in diesem Jahr am 22.4. gegen 12h UT, das mögliche Peak-Intervall liegt zwischen 04h und 15h UT, der Strom ist bis zum 25.4. aktiv. Die ZHRs liegen allgemein bei 18, sind aber variabel. 1982 gab es einen Höchstwert von 90. Der Neumond am 26.4. bietet in diesem Jahr optimale Bedingungen, Beobachtungen sind ab 22h30m Ortszeit möglich. Die Eta-Aquariiden (ETA) beginnen ab 19.4. ihre Aktivität und bleiben über das Monatsende hinaus aktiv. Da der Radiant erst kurz vor Dämmerung am Firmament erscheint sind sinnvolle Beobachtungen erst in dieser Zeit möglich und das Zeitfenster ist in unseren Breiten auf ca. 1 Stunde begrenzt. In südlicheren Breiten (etwa bis 40°N) ist das Fenster für Beobachtungen günstiger.

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März 2017

Die geringen Raten setzen sich auch im Monat März fort. Der einzig aktive Komplex mit der Antihelion Quelle (ANT) ragt bei Raten von ca. 2-3 Meteoren je Stunde kaum heraus, sein Schwerpunkt verlagert sich in das Sternbild Jungfrau. Wegen der günstigeren Mondphase sollte bevorzugt die zweite Monatshälfte ab 20.3. fürs Plotting genutzt werden.

Februar 2017

Auch im Februar lohnt sich trotz der geringen Aktivität ein Blick an das Firmament. Bis zum 4.2. sind noch einzelne Meteore der Dezember Leonis Minoriden (DLM) aktiv. Bei angenehmen Plotting-Raten von ca. 3 Meteoren je Stunde ist besonders die zweite Hälfte ab etwa 18.2. aufgrund der günstigeren Mondphase zu empfehlen. Der Radiant der Antihelion Quelle (ANT) liegt im gesamten Zeitraum unterhalb des Sternbild Leonis, wobei die Raten im Bereich des sporadischen Hintergrundes liegen.

 

 

Januar 2017

Zum Beginn des neuen Jahres sind die Quadrantiden (QUA) bereits aktiv. Das Maximum wird am 3.1. gegen 14h00m UT erreicht, der zunehmende Mond am 5.1. sorgt für gute Bedingungen. Während des Maximums sind bis zu 120 Meteore je Stunde zu beobachten, für dieses Jahr sind jedoch keine erhöhten Raten oder Peaks vorhergesagt. Bei einer ZHR von 100 und einer Grenzgröße von 5.5 sind ca. 15 Quadrantiden pro Stunde zu erwarten. Lediglich aus Radiobeobachtungen leitet sich ein weiteres Maximum 9 bis 11 Stunden nach dem optischen Maximum ab. Der zirkumpolare Radiant erreicht nach Mitternacht Ortszeit eine ausreichende Höhe. Die Leonis Minoriden (DLM) als weiterer Strom in diesem Monat sind den gesamten Zeitraum aktiv. Die Raten sind nur wenig höher als beim ekliptikalen Komplex der Anthelion Quelle (ANT), der mit ca. 2 Meteoren je Stunde knapp über dem sporadischen Hintergrund liegt. Hier sind besonders zu den Morgenstunden Beobachtungen sinnvoll.

Siehe Karte QUA

Siehe Karte DLM

Dezember 2016

Zum Monatsbeginn sind bereits die Monocerotiden (MON) aktiv. Der Strom erreicht Raten von ca. 2 Meteoren je Stunde. Für Beobachtungen bietet sich aufgrund der Mondphase (Erstes Viertel am 07.12.) der Zeitraum bis zum Maximum am 8.12. an. Die σ-Hydriden (HYD) sind ab 3.12. am Firmament zu beobachten. Er bleibt bis zum 15.12. beobachtbar und die Raten liegen bei ca. 3 Meteoren je Stunde. Für Beobachtungen bis zum Maximum am 11.12. bietet sich die zweite Nachthälfte an. Der Strom der Geminiden (GEM) beginnt ab 4.12. seinen Aktivitätszeitraum. Das Maximum wird am 14.12. erwartet und fällt in diesem Jahr mit dem Vollmond zusammen. Daher werden vielleicht nur hellere Erscheinungen zu beobachten sein. Kurz vor Weihnachten beginnen die Ursiden (URS) am 17.12. ihre kurze Aktivität. Das Maximum wird am 23.12. gegen 09h UT erwartet. Die Raten liegen bei 10 Meteoren je Stunde, wobei diese bis auf 50 ansteigen können. Für dieses Jahr gibt es keine Prognose über mögliche erhöhte Raten, allerdings gibt es in den Modellrechungen Hinweise für eine erhöhte Aktivität am 22./23. und 23./24.12. Der abnehmende Mond – Letztes Viertel am 21. Dezember – lässt mehr als die halbe Nacht (jedoch die mit tieferer Radiantenposition) zu den beiden genannten Zeiten mondfrei. Günstige Bedingungen also für Beobachter in Europa.

Siehe Karte