Beobachtungshinweise

Hinweise für den visuellen Meteorbeobachter

Juli 2020

Im Sommermonat Juli stehen wie in jedem Jahr ein paar interessante Ströme auf dem Programm. Die α-Capricorniden (CAP), beginnen am 3.7. ihre Aktivität und bleiben bis über das Monatsende aktiv. Die Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde, das Maximum tritt am 29.7. ein. Durch die räumliche Nähe zum Radianten-Gebiet der Anthelion-Quelle (ANT) ist durch die langsamere Geschwindigkeit der Capricorniden-Meteore eine sichere Zuordnung möglich. Mit den südlichen δ-Aquariiden (SDA) startet am 12.7. ein weiterer Strom seine Aktivität. Das Maximum am 30.7. wird durch den zunehmenden Mond nur mit Einschränkungen verfolgt werden, die Raten bewegen sich im Maximum um 25 Meteore je Stunde. Der Strom ist deutlich aktiver als die Capricorniden. Die Juli-Draconiden (GDR) sind auch in diesem Jahr erwähnenswert. Die Position des Maximums wird am 28. Juli 2020 um 00h30m UT erreicht. Eine Überwachung des Zeitraumes ist auch weiterhin von großem Interesse, sein Radiant liegt bei α= 280°, = +51° und die Meteore haben eine langsame Geschwindigkeit (V=27 km/s). Der Strom der Piscis Austriniden (PAU) gesellt sich ab Mitte Juli zur Aktivität und bleibt auch über den Monatswechsel aktiv. Die Perseiden (PER) starten Ihre Aktivität am 17.7., jedoch verschlechtern sich durch den zunehmenden Mond die Bedingungen bis zum Maximum. Dazu verlagert sich die Anthelion-Quelle (ANT) vom östlichen Bereich des Schützen bis in den Wassermann und bleibt mit Raten von 3 Meteoren je Stunde auf niedrigem Niveau.

Juni 2020

Im Sommermonat Juni bietet sich angenehmes Plotting für Beobachtungen an, denn es sind auch jetzt interessante Ströme aktiv. Die Tages-Arietiden (ARI) sind noch bis zum 24.6. aktiv bzw. nachweisbar. Durch die Nähe des Radianten zur Sonne ist nur die letzte Stunde vor Sonnenaufgang in unseren Breiten nutzbar und das nur bei sehr klarer Sicht. Das mögliche Maximum ist am 7.6., es sollten kleine Intervalle gewählt werden (15-20min), auch Beobachtungen ohne Strommeteore sind eine Information. Der bekannte Strom der Juni-Bootiden (JBO) beginnt am 22.6. seine Aktivität und bleibt bis über den Monatswechsel aktiv. Das Maximum wird am 27.6. erreicht, wobei die Raten zwischen 0 (keine Aktivität) und bis zu 100 Meteoren liegen können. Die letzten Ausbrüche wurden 1998 und 2004 beobachtet. Trotz zunehmenden Mondes (Erstes Viertel am 28.6.) gibt es keine Einschränkungen für die Beobachtungen in der zweiten Nachthälfte.

Mai 2020

Langsam kürzer werdende Nächte im Mai bieten zunehmend nur ein kleines Fenster für Beobachtungen bei geeigneten Bedingungen. Der Strom der Eta-Aquariiden (ETA) ist bereits zum Monatsbeginn aktiv und der Radiant erscheint erst in den frühen Morgenstunden über dem Horizont. Es bleibt nur ein kleines Zeitfenster bis zur einsetzenden Morgendämmerung für mögliche Beobachtungen. Das Maximum mit möglichen Submaxima wird am 5.5. erreicht. Der zunehmende Mond (Vollmond am 7.5.) bietet zu diesem Zeitpunkt ein mondloses Intervall in den Morgenstunden um die Aktivität zu verfolgen. Die Eta-Lyriden (ELY) beginnen am 3.5. ihren kurzen Aktivitätszeitraum, das Maximum wird am 8.5. erreicht. Durch die Vollmondphase ist eine Verfolgung der geringen Aktivität nur sehr eingeschränkt möglich, sie liegt bei 3 Meteoren je Stunde. Nach wie vor aktuell sind Beobachtungen der Tages-Arietiden (ARI) welche bis in den Juni hinein aktiv sind. Der Radiant befindet sich ca. 30° westlich der Sonne. Auch wenn keine Meteore registriert werden ist das auch eine Information. Bei der Beobachtung werden Intervalle zwischen 15 bis 20min Länge empfohlen, in unseren Breiten besteht die Chance allerdings nur bei klarem Himmel auf einzelne ARI-Meteore. Der Radiant ist in der Drifttabelle aufgeführt.

April 2020

Nach den beiden Monaten mit geringerer Aktivität beginnen ab April die ersten interessanteren Ströme des Jahres. Strom des Monats bleiben die Lyriden (LYR), welcher am 14.4. seinen Aktivitätszeitraum beginnt und bis zum 30.4. aktiv bleibt. Das Maximum liegt in diesem Jahr am 22.4. gegen 06h40m UT, wobei wie in den Vorjahren eine Variation in der Sonnenlänge den Zeitpunkt des Eintretens zwischen 21.4. 22h40m und 22.4. 09h40m UT legt. Die ZHRs liegen allgemein bei 18 Meteoren je Stunde, wobei der Peak an der „Idealposition“ Raten von bis zu 23 Meteoren je Stunde in den vergangenen Jahren zeigte. Die höchsten Raten wurden 1982 kurzzeitig mit ZHRs von 90 registriert. Zum Maximum wurden häufig schwächere Lyriden beobachtet. Am günstigsten sind Beobachtungen nach 22h30m Ortszeit und in diesem Jahr sind die Bedingungen optimal (Neumond am 23.4.)! Video- und visuelle Daten zeigen auch eine signifikante Anzahl von Strommeteore bis zum Monatsende. Besonders in südlicheren Breiten sind die Eta-Aquariiden (ETA) günstig zu beobachten. Der zweite erwähnenswerte Strom beginnt ab 19.4. seine Aktivität, das Maximum wird Anfang Mai erreicht. Die ZHR liegt bei ca. 30. Für sinnvolle Beobachtungen ist das Zeitfenster in unseren Breiten auf ca. 1 Stunde begrenzt und der zunehmende Mond lässt eine kurze mondfreie Zeit bis zum Maximum übrig.

März 2020

Auch im März bleibt die Antihelion Quelle (ANT) mit geringen Raten von ca. 2 bis 3 Meteoren je Stunde der einzige aktive Strom. Der Radiantschwerpunkt verlagert sich in das Sternbild Jungfrau. Nach wie vor aktuell ist das Videodaten um den 17.3. (Sonnenlänge 355°) eine leichte Zunahme der Aktivität zeigten. Für Beobachtungen sollte bevorzugt die zweite Monatshälfte gewählt werden obwohl wie im Februar ein kurzer Zeitraum zu Monatsbeginn auch genutzt werden kann.

Februar 2020

Nach eindrucksvollen ZHR Anfang des Jahres durch die Quadrantiden beginnt mit dem Februar die Zeit der geringen Aktivität. Zunächst sind noch bis zum 4.2. die Dezember Leonis Minoriden (DLM) aktiv. Die dominierende Antihelion Quelle (ANT) wandert zu Monatsende bis unterhalb des Sternbildes Leo, die Raten liegen max. um 3 Meteore je Stunde. Man sollte die zweite Monatshälfte für Beobachtungen wählen, auch der Monatsanfang bietet bei geeigneten Wetterbedingungen einen mondlosen Blick auf die Aktivität.

Januar 2020

Der erste interessante Strom des Neuen Jahres, die Quadrantiden (QUA), sind bereits zum Monatsbeginn aktiv und erreichen am 4.1. gegen 08h20m UT ihr Maximum. Der zunehmende Mond geht gegen Mitternacht unter so dass dann gute Beobachtungsbedingungen gegeben sind. Die Raten liegen dann bei bis zu 120 Meteore je Stunde und die Aktivität wird in der zweiten Nachthälfte spürbar ansteigen. Die Leonis Minoriden (DLM) sind im gesamten Januar aktiv. Hier liegen die Raten nur wenig höher als beim ekliptikalen Komplex der Anthelion Quelle (ANT), der mit ca. 2 Meteoren je Stunde knapp über dem sporadischen Hintergrund liegt. Hier sollte bevorzugt die zweite Monatshälfte für Beobachtungen genutzt werden. Erwähnenswert sind auch die  Ursae Minoriden (GUM), welche seit dem 10.1. aktiv sind. Die Raten liegen um 3 Meteore je Stunde. Zu Beginn des kurzen Aktivitätszeitraumes stört der Vollmond die Beobachtungen, so dass hier nur eingeschränkt neue Daten bei geeignetem Wetter gewonnen werden können. Der kurze Ausbruch der Kappa Cancriden (793 KCA) am 10.1.2015 wurde in Radar- und Video-Daten gefunden. Dabei befand sich Radiant bei a= 138°, d=+9°. Auch 2016 war eine Aktivität in den Videodaten zu finden, in den Folgejahren konnte nichts nachgewiesen werden. Visuelle Daten liegen zu diesem Strom bisher nicht vor, die Position 2020 wird zur Vollmondzeit erreicht. Daneben bleibt zum Jahresbeginn die Anthelion-Quelle (ANT) aktiv, sie verlagert sich von den Zwillingen in das Sternbild Krebs. Seine Raten bewegen sich um 3 Meteore je Stunde etwa im Bereich des sporadischen Hintergrundes.

Dezember 2019

Zum Beginn des Monats sind bereits die Monocerotiden (MON) aktiv. Das Maximum wird am 09.12. erreicht, die Raten liegen bei ca. 3 Meteoren je Stunde. Hier sind auch wieder Beobachtungsdaten gefragt, zum Maximum bleibt die zweite Nachthälfte mondfrei. Die σ-Hydriden (HYD) sind ab 03.12. am Firmament zu beobachten. Er bleibt bis zum 15.12. beobachtbar und die Raten liegen bei ca. 3 Meteoren je Stunde. Das Maximum am 12.12. wird vom Mond gestört, zu Beginn des Zeitraumes Anfang Dezember sind die Bedingungen günstiger. Leider erreicht der Strom des Monats, die Geminiden (GEM), in diesem Jahr sein Maximum am 14.12. unmittelbar nach Vollmond (12.12.), so das in dieser Nacht der Mond nur wenige Grad südlich des Radianten steht. Die Chancen auf Verfolgung der Aktivität sind daher sehr schlecht. Der Strom der Ursiden (URS) beginnt am 17.12. seine Aktivität und bleibt über die Weihnachtsfeiertage bis zum 26.12. aktiv. Das Maximum wird am 23.12. gegen 03h UT erreicht. Seine ZHR liegen im Bereich 10 bis 50. Für Beobachtungen bietet sich die zweite Nachthälfte an, dann ist die Radiantenhöhe günstiger und der abnehmende Mond stört wenig. Erwähnenswert sind noch zwei weitere Ströme, wobei sich zum Monatsende die Beobachtungsbedingungen durch den abnehmenden Mond „verbessern“: Coma Bereniciden (COM) vom 12. bis 23.12. (Max am 16.12.) und die Dezember Leonis-Minoriden (DLM) vom 05.12. bis über den Jahreswechsel hinaus (Max. am 20.12.). Die Raten liegen zwischen 3 und 5 Meteoren je Stunde.

November 2019

Im November stehen wieder ein paar interessante Ströme auf dem Programm. Die Leoniden (LEO) beginnen am 6.11. ihre Aktivität und bleiben bis zum 30.11. aktiv. Der Zeitpunkt des Maximums liegt am 17.11., die ZHR liegt zwischen 10 und 20. Das „dunkle“ Fenster zwischen Radianten-Aufgang und abnehmenden Mond ist kurz so dass eine sichere Verfolgung der Aktivität nur eingeschränkt möglich ist. Mit den November Orioniden (NOO) beginnt am 14.11. ein weiterer Strom sein Aktivitätszeitraum und bleibt bis in die erste Dezemberdekade aktiv, seine Raten liegen bei ca. 3 Meteoren je Stunde. In den letzten Tagen des Novembers ist dieser Strom die stärkste Quelle, der Radiant befindet sich ca. 4° nördlich von α Orionis. Der Neumond am 26.11. bietet optimale Bedingungen zum Beobachten des Maximums am 28.11. Der Strom der α-Monocerotiden (AMO) beginnt am 15.11. kurz nach dem Start der November Orioniden seinen kurzen Aktivitätszeitraum bis zum 25.11., sein Maximum wird am 21.11. erreicht. Die ZHR liegt meist um 5 Meteore je Stunde, der letzte Ausbruch wurde im Jahr 1995 beobachtet. Dort wurden kurzzeitig ZHR von bis zu 420 registriert. Mit den südlichen (STA) und nördlichen Tauriden (NTA) ist dieser ekliptikale Komplex noch bis zum Monatsende aktiv, wobei der südliche Teil uns noch bis zum 20.11. begleiten wird. Die Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde. Bereits kurz vorm Monatswechsel am 27.11. beginnen die Monocerotiden (MON) ihre Aktivität welche bis in die erste Dezemberdekade anhält. Hier sind Beobachtungsdaten wieder sehr gefragt.

Oktober 2019

Mit den Camelopardaliden (OCT) ist in diesem Monat der erste Strom um den 5./6.10. aktiv. Die Quelle ist ein zirkumpolarer Radiant, dieser ist auch in der Drifttabelle des Kalenders enthalten. Verwendet man den Ausbruch von 2005 als Bezugspunkt und gilt die Annahme eines langperiodischen Mutterobjektes sollte auch in diesem Jahr eine mögliche Aktivität am 6.10. zu beobachten sein. Der zunehmende Mond stört nur in den Abendstunden und der zirkumpolare Radiant hat seine geringste Höhe um 23 Uhr Ortszeit. Die Draconiden (DRA) beginnen am 6.10. ihre Aktivität. Das potentielle Maximum wird am 9.10. erreicht, die letzten Outbursts traten 2011 und unerwartet 2012 auf. Seine Raten liegen zwischen 15 und 50 Meteoren je Stunde. Der zirkumpolare Radiant erreicht bereits vor Mitternacht seine höchste Position, allerdings stört der zunehmende Mond die Abendstunden wo der Radiant noch eine ausreichende Höhe hat. Der Strom der Delta-Aurigiden (DAU) beginnt am 10.10. seinen Aktivitätszeitraum. Der Radiant erreicht ab etwa Mitternacht Ortszeit ausreichende Höhe, das Maximum am 11.10. wird aber durch den Mond gestört so dass eine vollständige Verfolgung der Aktivität nicht möglich ist. Die Orioniden (ORI) starten am 2.10. ihren Aktivitätszeitraum, das Maximum wird am 22.10. erreicht, die ZHR bewegen sich um 20+. Der Radiant erreicht um Mitternacht Ortszeit eine ausreichende Höhe, das dunkle Zeitfenster zwischen Radiantenaufgang und Mondstörung ist durch den abnehmenden Mond ziemlich kurz. Aufgrund von wiederholt kleineren Maxima sollten auch die Nächte davor und danach in die Beobachtungsplanungen einbezogen werden. Parallel dazu sind ab 14.10. die Epsilon-Geminiden (EGE) aktiv, welche bis zum 27.10. beobachtet werden können. Aufgrund der Nähe zum Orioniden-Radianten ist hier wie jedes Jahr Sorgfalt bei der Zuordnung gefordert. Das Maximum tritt am 18.10. ein, allerdings in diesem Jahr mit Mondstörung. Seine Raten liegen bei ca. 3 Meteoren je Stunde. Zu guter Letzt beginnt der kleine Strom der Leonis Minoriden (LMI) am 19.10. seine Aktivität, die ZHR (ca. 2) liegt nahe der Nachweisgrenze, am 24.10. wird das Maximum erreicht, aufgrund des abnehmenden Mondes gilt der Hinweis mit dem Zeitfenster analog zu den Orioniden.

September 2019

Der Neumond zum Monatswechsel bietet exzellente Bedingungen für die Beobachtung der Aurigiden (AUR), welche schon aktiv sind. Das Maximum wird am 1.9. erreicht, der Strom zeigte in der Vergangenheit mehrere Ausbrüche mit Raten zwischen 30-40. Ab 01 Uhr Ortszeit erreicht der Radiant ausreichende Höhen um eine mögliche höhere Aktivität zu prüfen. Die September-Perseiden (SPE) schließen sich danach mit ihrer Aktivität an. Seine Raten liegen bei ca. 6 Meteore je Stunde, das Maximum wird am 9.9. zwischen 16h und 19h UT erreicht. Ab ca. 22 Uhr Ortszeit ist der Radiant die gesamte Nacht am Himmel. Bevorzugt sind Beobachtungen bis zum Vollmond am 14.9. ungestört möglich. Ein Nachweis der Chi¬-Cygniden (CCY) mit einem schwachen Maximum am 14./15. September (ZHR etwa 2–3) ist auch in diesem Jahr aktuell. Der Strom war auch in den Jahren davor nachweisbar, jedoch mit geringerer Rate. Weitere Beobachtungen sind auf jeden Fall gefragt. Der Vollmond am 14.9. bietet allerdings keinen Blick auf ein mögliches höheres Maximum in diesem Jahr. Der Radiant ist in der Drifttabelle des Kalenders enthalten. Die Tages-Sextantiden (DSX) beginnen am 9.9. ihre geringe Aktivität und bleiben bis Anfang Oktober aktiv. Der DSX-Radiant befindet sich rund 30° westlich der Sonne nahe dem Himmelsäquator, der Mond stört in diesem Jahr nicht (letztes Viertel 22.9.). Visuelle Beobachtungen sollten in kurze Intervalle unterteilt werden, etwa 15–20 Minuten mit jeweils zugehöriger Bestimmung der Grenzhelligkeit. Der ekliptikale Komplex der Südlichen Tauriden (STA) startet am 10.9. seine Aktivität und löst die Anthelion Quelle (ANT) ab. Die Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde.

August 2019

Strom des Monats bleiben die Perseiden (PER), sie sind zu Monatsbeginn bereits aktiv. Das Maximum wird am 13.8. zwischen 02h und 15h UT erwartet, ZHRs können bis zu 110 erreichen. Der Radiant erreicht um 22 Uhr Ortszeit ausreichende Höhen. Das erste Viertel am 7.8. ermöglicht ein ungestörtes Verfolgen der ansteigenden Raten. Die κ-Cygniden (KCG) beginnen am 3.8. ihre Aktivität und bleiben bis zum Monatsende aktiv, die Raten liegen um 3 Meteore je Stunde. Der zirkumpolare Radiant ist von mittleren und nördlichen Breiten aus in der gesamten Nacht über dem Horizont, das Maximum wird am 18.8. erreicht, durch den Vollmond sind Beobachtungen erst in der zweiten Hälfte des Aktivitätszeitraumes bis 25.8. sinnvoll. Zum Monatsende beginnen am 28.8. die α-Aurigiden (AUR) ihren Aktivitätszeitraum der bis in den September hineinreicht. In den Jahren 1935, 1986 und 1994 hatte er mit Peak-ZHR von 30-40 unerwartete Ausbrüche gezeigt. Weitere Ereignisse sind nicht dokumentiert da es kaum regelmäßige Beobachtungen gab. Der Radiant erreicht gegen 01h Ortszeit ausreichende Höhe. Der Neumond am 1.9. bietet optimale Bedingungen zu Beobachtungen. Daneben sind noch die Südlichen δ-Aquariiden (SDA) und α-Capricorniden (CAP) bis über die Monatshälfte aktiv.