Beobachtungshinweise

Foto: Jens Hackmann

Hinweise für den visuellen Meteorbeobachter

Dezember 2018

Der Weihnachtsmonat startet mit den Monocerotiden (MON) welche ab 05.12. aktiv sind. Sein Maximum wird am 09.12. erreicht, die Raten liegen zwischen 2-3 Meteoren je Stunde. Videodaten belegen aber auch ein späteres Maximum am 14.12. welches mit dem Maximum der Geminiden (GEM) zusammenfällt. Eine Unterscheidung erfordert viel Sorgfalt, d.h. die Radianten dürfen im beobachteten Feld nicht hintereinander liegen. Am besten Stier am Abendhimmel und Löwe am Morgenhimmel. Die Mondphase begünstigt beide potentiellen Termine der Maxima. Der Radiant steht die ganze Nacht am Himmel und kulminiert 01h30m Ortszeit. Die σ-Hydriden (HYD) sind ab 03.12. am Firmament zu beobachten. Er bleibt bis zum 15.12. beobachtbar und die Raten liegen bei ca. 3 Meteoren je Stunde. Das Maximum wird am 12.12. erreicht, neuere visuelle Daten belegen aber das es näher am 14.12. liegt, Videodaten ergaben sogar Maxima am 6.12. und eine Aktivität bis zum 24.12. Der Neumond am 11.12. bietet optimale Bedingungen, der Radiant erscheint am späten Abend über dem Horizont, die zweite Nachthälfte bietet daher die besten Bedingungen. Der Strom des Monats, die Geminiden (GEM), beginnen ab 04.12. ihren Aktivitätszeitraum. Das Maximum wird am 14.12. gegen 12h30m UT erreicht, das Intervall liegt in diesem Jahr zwischen 13.12. um 20h UT und 14.12. um 17h UT, der Radiant ist während der gesamten Nacht über dem Horizont und kulminiert gegen 2 Uhr Ortszeit. Eine hohe Rate dauert fast einen Tag lang an so dass gute Chancen für eindrucksvolle Beobachtungen bestehen. Das Maxima liegt kurz vorm Ersten Viertel so dass am13./14.12. die Bedingungen gegen Morgen optimal sind. In der zweiten Monatshälfte sind zur Ergänzung noch drei weitere Ströme erwähnenswert, obwohl die Aktivität stark vom Mond beeinträchtigt wird: Coma Bereniciden (COM) vom 12. bis 23.12. (Max am 16.12.), Dezember Leonis-Minoriden (DLM) vom 05.12. bis über den Jahreswechsel hinaus (Max. am 20.12.) und der kurze Strom der Ursiden (URS) vom 17. bis 26.12. (Max am 22.12.).

Karte MON

Karte HYD

November 2018

Zu Monatsbeginn sind die Orioniden (ORI) noch bis zum 7.11. aktiv. Auch aus dem verbleibenden Zeitraum sind Daten wünschenswert. Der Strom der Leoniden (LEO) beginnt am 6.11. seine Aktivität und bleibt bis zum 30.11. aktiv. Der Zeitpunkt des Maximums liegt am 17.11. gegen 22h30m UT, die ZHR liegt zwischen 10 und 20. Nach Mitternacht Ortszeit erreicht der Radiant eine ausreichende Höhe, die Morgenstunden sind für Beobachtungen mondfrei. Es sollten auch die Tage davor und danach mit eingeplant werden um evtl. Nebenmaxima zu erfassen. Die November Orioniden (NOO) beginnen am 13.11. ihre Aktivität und erreichen am 28.11. ihr Maximum, die Raten liegen bei 3 Meteoren je Stunde. In den letzten Tagen des Novembers ist dieser Strom die stärkste Quelle. Aufgrund des Vollmondes am 23.11. sind verlässliche Beobachtungen um das Maximum nur sehr eingeschränkt möglich. Der kleine Strom der α-Monocerotiden (AMO) beginnt am 15.11. seinen kurzen Aktivitätszeitraum, sein Maximum wird am 21.11. erreicht. Die Raten sind variabel und bewegen sich knapp über der Nachweisgrenze. Wie schon bei NOO sind durch den Vollmond sinnvolle Beobachtungen nur sehr eingeschränkt möglich. Daneben ist der ekliptikale Komplex der Tauriden mit seinem nördlichen und südlichen Teil aktiv, wobei der südliche Teil uns noch bis zum 20.11. begleiten wird. Beim den nördlichen Tauriden (NTA) werden die höchsten Raten Anfang bis Mitte November über einen zehntägigen Zeitraum verzeichnet. In diesem Zeitraum können bei geeignetem Wetter neue Daten gewonnen werden, da der Neumond am 07.11. die Nächte dunkel belässt.

Siehe Karte

Oktober 2018

Die bereits im letzten Jahr erwähnten Oktober Camelopardaliden (OCT) sind um den 5./6.10. aktiv. Die Quelle ist ein zirkumpolarer Radiant, dieser ist auch in der Drifttabelle des Kalenders enthalten. Am 5.10.2016 wurde vom finnischen Video- und Radionetz ein vorausberechneter Outburst um 14h45m UT registriert. Verwendet man den Ausbruch von 2005 als Bezugspunkt und gilt die Annahme eines langperiodischen Mutterobjektes sollte in diesem Jahr eine ähnlich Aktivität am 6.10. gegen 02h16m UT zu beobachten sein. Der Neumond bietet günstige Bedingungen für Beobachter in Europa. Mit den Draconiden (DRA) beginnt am 6.10. ein nächster erwähnenswerter Strom in diesem Monat seine Aktivität. Das potentielle Maximum wird am 9.10. gegen 00h10h UT erreicht, die letzten Outbursts traten 2011 und unerwartet 2012 auf. Maxima der jüngeren Vergangenheit ereigneten sich im Zeitraum 8.10. 15h30m UT bis 9.10. 08h50m UT. Nach Modellrechnungen könnten Raten zwischen 15 und 50 auftreten. Der zirkumpolare Radiant erreicht bereits vor Mitternacht seine höchste Position, die Meteore erscheinen relativ langsam am Firmament und der Neumond am 9.10. bietet optimale Bedingungen. Die Delta-Aurigiden (DAU) beginnt am 10.10. seinen kurzen Aktivitätszeitraum. Von den bekannten Strömen in der Region Fuhrmann-Perseus-Luchs ist dies die schwächste Quelle. In diesem Jahr ist der genannte Zeitraum gut für Beobachtungen geeignet. Der Radiant erreicht ab etwa Mitternacht Ortszeit ausreichende Höhe und zum Maximum am 11.10. ist die zweite Nachthälfte mondfrei. Der Hauptstrom im Oktober, die Orioniden (ORI), starten zu Monatsbeginn ihren Aktivitätszeitraum, das Maximum wird am 21.10. erreicht, die ZHR bewegen sich um 20+. Von 2006 bis 2009 konnten höhere Raten über mehrere Nächte zwischen 40 und 70 beobachtet werden. Der Radiant erreicht um Mitternacht Ortszeit eine ausreichende Höhe und der zunehmende Mond geht zum Maximum am 21.10. erst danach unter. Die Orioniden zeigten wiederholt kleinere Maxima, so dass die Aktivität in mehreren Nächten um das Hauptmaximum gleich zu sein schien. Deshalb sollten auch die Nächte davor und danach in die Beobachtungsplanungen einbezogen werden, die Periode vor dem Maximum ist ab der zweiten Nachthälfte mondfrei. Die Epsilon-Geminiden (EGE) sind ab 14.10. aktiv, welche bis zum 27.10. beobachtet werden können. Durch die Nähe zum Orioniden-Radianten ist hier wie jedes Jahr Sorgfalt bei der Zuordnung gefordert. Das Maximum tritt am 18.10. ein, die Aktivität lässt sich ab der zweiten Nachthälfte gut zu verfolgen (siehe Hinweis ORI). Der Maximumszeitpunkt ist unsicher, er könnte auch vier bis fünf Tage später auftreten, dann allerdings mit Störung des Mondes. Seine Raten liegen bei ca. 3 Meteoren je Stunde. Als Fortsetzung der Anthelion Quelle (ANT) sind seit September die Südlichen Tauriden (STA) aktiv. Neuere Beobachtungen (Videodaten und visuelle Beobachtungen) deuten darauf hin das die STA ihre größte Aktivität ca. einen Monat vor den nördliche Tauriden (NTA) erreichen, damit wären sie am 10.10. ohne große Mondstörung gut zu verfolgen.

Karte DRA

Karte EGE/ORI

 

 

September 2018

Als erster Strom im September sind die Aurigiden (AUR) bereits zum Monatswechsel aktiv. Das Maximum wird am 1.9. erreicht, der Radiant erreicht nach Mitternacht eine ausreichende Höhe. Das letzte Viertel am 3.9. macht eine ungestörte Beobachtung zunichte. Dieser Strom hat in der Vergangenheit mehrere kurze Ausbrüche gezeigt. Daran schließen sich ab 5.9. die September-Perseiden (SPE) an. Seine Raten liegen bei ca. 5 Meteoren je Stunde, das Maximum wird am 9.9. gegen 16h UT erreicht. Der Neumond am 9.9. bietet perfekte Bedingungen für Beobachtungen. Ab 22 Uhr Ortszeit ist der Radiant die gesamte Nacht am Himmel. Outbursts mit hellen Meteoren sind 2008 und 2013 dokumentiert. Verschiedene Videodaten von 2015 zeigten während des gesamten Monats eine Aktivität der Chi¬-Cygniden (CCY) mit einem schwachen Maximum am 14./15. September (ZHR etwa 2–3). Der Strom war auch in den Jahren davor nachweisbar, jedoch mit geringerer Rate. Weitere Beobachtungen sind auf jeden Fall gefragt. Das Erste Viertel des Mondes am 16.9. bietet gute Bedingungen zur Gewinnung von Daten. Der Radiant dieser sehr langsamen Meteore (V∞ = 19 km/s) liegt bei α = 300°, δ = +31°. Der kleine Strom der Tages-Sextantiden (DSX) beginnt am 9.9. seine geringe Aktivität und bleibt bis Anfang Oktober aktiv. Die DSX sind wie die Arietiden im Juni Ziel eines IMO-Beobachtungsprojektes, zu dem möglichst viele Einzeldaten zu einem besseren Bild zusammengetragen werden sollen. Der DSX-Radiant befindet sich rund 30° westlich der Sonne nahe dem Himmelsäquator, der Vollmond am 25.9. dürfte für die bei der Dämmerung reduzierte Grenzgröße keine große Rolle spielen. Die Korrekturen ändern sich wegen der Radiantenhöhe und der nahen Dämmerung (Grenzgröße) schnell. Visuelle Beobachter sollten die Daten in kurze Intervalle unterteilen, etwa 15–20 Minuten mit jeweils zugehöriger Bestimmung der Grenzhelligkeit. Die Südlichen Tauriden (STA) starten am 10.9. ihre Aktivität und gehen aus dem Komplex der Anthelion Quelle (ANT) heraus hervor. Seine Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde.

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August 2018

Zum Monatsbeginn sind die Perseiden (PER) bereits aktiv. Das „traditionelle“ Maximum wird zwischen 12.8. 20h und 13.8. 08h UT erwartet, ZHRs können bis zu 110 erreichen. Der Radiant erreicht um 22 Uhr Ortszeit ausreichende Höhen und steigt im Verlauf der Nacht weiter an. Die Neumondphase am 11.8. bietet optimale Bedingungen zur Verfolgung der Aktivität im gesamten Maximums-Zeitraum. Der kleine Strom der Piscis Austriniden (PAU) ist noch bis zum 10.8. aktiv, hier gibt es nur wenig neuere Beobachtungsdaten. Durch die optimalen Bedingungen (siehe Perseiden) können sicherlich auch zusätzliche Daten von diesem Strom während seiner Aktivität in die Datenbank wandern. Die kappa-Cygniden (KCG) beginnen am 3.8. ihre Aktivität und bleiben bis zum 25.8. aktiv. Seine langsamen Meteore lassen sich gut verfolgen, wobei die Raten um 3 Meteore je Stunde liegen. Der zirkumpolare Radiant ist von mittleren und nördlichen Breiten aus in der gesamten Nacht über dem Horizont. 2014 und 2017 zeigte der Strom eine erhöhte Aktivität, das Maximum wird am 18.8. erreicht, Videodaten legen die höchsten Raten näher am 14.8. fest. Die zweite Nachthälfte (Erstes Viertel am 18.8.) sollte daher zur Überprüfung genutzt werden. Ende August beginnen am 28.8. die alpha-Aurigiden (AUR) ihren Aktivitätszeitraum der bis zum 5.9. reicht. Der erste vorausberechnete Ausbruch fand 2007 statt, dabei wurde unter sehr ungünstigen Bedingungen (Vollmond) in weniger als einer Stunde eine ZHR von rund 130 beobachtet. Darunter waren auch viele helle Meteore. In diesem Jahr ist der abnehmende Mond ein Hindernis zur Verfolgung eines möglichen Ausbruchs, daher werden nur sehr eingeschränkte Beobachtungen möglich sein.

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Juli 2018

Bei lauen Julinächten und steigender Meteoraktivität lassen sich bei geeigneten Bedingungen einige interessante Ströme verfolgen. Der erste Strom, die α-Capricorniden (CAP), beginnt ab 3.7. seinen Aktivitätszeitraum welcher bis in die Augusthälfte hineinreicht, das Maximum wird am 30.7. erreicht. Die Raten bewegen sich um 5 Meteore je Stunde, für eine genaue Zuordnung sollte man das Plotting bevorzugen, der Vollmond am 27.7. macht allerdings einer sicheren Verfolgung des Maximums einen Strich durch die Rechnung. Wenig später beginnen die südlichen δ-Aquariiden (SDA) ihre Aktivität. Beobachtungen unter sehr guten Bedingungen in den Jahren 2008 und 2011 zeigten dass die Maximums-ZHR für etwa 2 Tage um 25 liegen. Der Strom ist somit intensiver als die Orioniden! Sein Maximum am 30.7. ist auch vom Vollmond beeinträchtigt, so das auch hier eingeschränkte Bedingungen herrschen. Am 28. Juli 2016 gab es einen bemerkenswerten Ausbruch (ZHR um 100) der Juli-Draconiden (GDR), der von Radar- und Videobeobachtungen erfasst wurde. Die gleiche Position wird am 28. Juli nahe 12h30m UT erreicht. Eine Überwachung des Zeitraumes ist trotz der Mondlicht-Bedingungen von großem Interesse, sein Radiant liegt bei α= 280°, = +51°. Mit den Piscis Austriniden (PAU) gesellt sich ein kleiner Strom ab Mitte Juli zur Aktivität, das Maximum wird am 28.7. erreicht. Möglicherweise ist die ZHR überschätzt aufgrund der ungünstigen Position des Radianten für auf der Nordhalbkugel befindliche Beobachter. Auch hier gelten die Einschränkungen durch die Mondphase am Ende des Monats. Bereits ab 17.7. sind die Perseiden (PER) aktiv, wobei sich zunächst die Beobachtungsbedingungen zum Monatsende hin (Vollmond am 27.7.) verschlechtern.

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Juni 2018

Der Monat der kurzen Nächte bietet nur ein kurzes Zeitfenster für Beobachtungen, dennoch gibt es bei angenehmen Plotting interessante Ströme zu beobachten. Die Tages-Arietiden (ARI) sind noch bis zum 24.6. aktiv bzw. nachweisbar. Obwohl der Radiant nur 30° westlich der Sonne steht gab und gibt es optische Beobachtungen von Meteoren dieses Stromes. Ähnlich wie bei den Eta-Aquariiden ist nur die letzte Stunde vor Sonnenaufgang in unseren Breiten nutzbar und das nur bei sehr klarer Sicht. Das mögliche Maximum ist am 7.6., es sollten kleine Intervalle gewählt werden (15-20min), auch Intervalle ohne Strommeteor sind eine Information. Das Projekt wurde 2014 ins Leben gerufen um mit verschiedenen Methoden Beobachtungsdaten zu sammeln. Die Radiantdaten sind in der Drifttabelle des Meteorstromkalenders 2018 hinterlegt. Der „Juni“-Strom, die Juni-Bootiden (JBO), startet am 22.6. seine Aktivität und bleibt bis über den Monatswechsel aktiv. Das Maximum wird am 27.6. erreicht, wobei die Raten zwischen 0 (keine Aktivität) und 100 Meteoren liegen können. Eine zweite Maximumszeit ist der 23.6., dieser ist durch ein Maximum in den Videodaten belegt. Die letzten Ausbrüche wurden 1998 und 2004 beobachtet. Dieses Jahr macht der Vollmond am 28.6. einer erfolgreichen Beobachtung einen Strich durch die Rechnung. Vor dem sporadischen Hintergrund ist weiterhin die Antihelion Quelle (ANT) aktiv, welche mit Raten um 3 Meteore je Stunde ihren Radianten in das Sternbild Schütze verlagert.

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Mai 2018

Die kurzen Nächte im Mai bieten nur geringe Zeitfenster für Beobachtungen. Der Strom der Eta-Aquariiden (ETA) ist bereits zu Monatsbeginn aktiv und erscheinen erst in den frühen Morgenstunden über dem Horizont. Es bleibt zwischen Aufgang des Radianten und der einsetzenden Morgendämmerung kaum eine Stunde für mögliche Beobachtungen, das Maximum am 6.5. wird jedoch vom abnehmenden Mond gestört. Forschungen aufgrund von Aufzeichnungen der ETA in der Maya-Periode zeigen eine mögliche höhere Aktivität am 3.5. durch eine Staubspur von 164 u.Z. des Kometen 1P/Halley und Jupiter. Eine weitere Möglichkeit wäre am 5.5. durch eine Staubspur von 218 u.Z. Allerdings ist ein sicherer Nachweis einer höheren Aktivität durch den Mond nicht möglich. Die Raten bewegen sich in unseren Breiten meist um 3 bis 5 Meteore je Stunde. Als weiterer Strom beginnen die Eta-Lyriden (ELY) am 3.5. ihren kurzen Aktivitätszeitraum. Der Strom erreicht am 9.5. sein Maximum, der abnehmende Mond macht wie bei den Eta-Aquariiden eine sichere Verfolgung der geringen Aktivität unmöglich. Seine Raten liegen um 3 Meteore je Stunde.

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April 2018

Nach einer Zeit geringerer Meteoraktivität welche durch die Anthelion Quelle (ANT) abgedeckt wurde beginnen im April wieder einige interessante Ströme. Mit den Lyriden (LYR) beginnt der erste Strom am 14.4. seine Aktivität. Das Maximum liegt in diesem Jahr am 22.4. gegen 18h UT, das mögliche Peak-Intervall liegt zwischen 10h und 21h UT, der Strom ist bis zum 30.4. aktiv. Sein Aktivitätszeitraum wurde bis Ende des Monats erweitert da durch Videodaten und visuelle Beobachtungen Meteore dieses Stromes nachweisbar sind. Die ZHRs sind variabel, liegen allgemein bei 18 Meteoren je Stunde. Durch die Mondphase bleibt die zweite Nachthälfte bis zu den Morgenstunden ungestört. Der besonders in südlicheren Breiten günstig zu beobachtende Strom der Eta-Aquariiden (ETA) beginnt ab 19.4. seine Aktivität und bleibt über das Monatsende hinaus aktiv. Da der Radiant erst kurz vor Dämmerung am Firmament erscheint sind sinnvolle Beobachtungen erst in dieser Zeit möglich und das Zeitfenster ist in unseren Breiten auf ca. 1 Stunde begrenzt. In südlicheren Breiten (etwa bis 40° N) ist zwar das Fenster für Beobachtungen günstiger, jedoch aufgrund des abnehmenden Mondes ist eine Verfolgung des Maximums in diesem Jahr nur mit Einschränkungen möglich.

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März 2018

Auch im Monat März setzt sich das angenehme Plotting am Firmament fort. Die Antihelion Quelle (ANT) ragt bei Raten von ca. 2 Meteoren je Stunde kaum heraus, der Radiant verlagert sich in das Sternbild Jungfrau, am 17.3. besteht die Möglichkeit einer erhöhten Aktivität von 3 Meteore je Stunde. Videodaten ergaben um dieses Datum eine leichte Zunahme bei Sonnenlänge 355°. Bevorzugt sollte für Beobachtungen die zweite Monatshälfte genutzt werden.

Februar 2018

Zum Monatsbeginn sind noch einzelne Meteore der Dezember Leonis Minoriden (DLM) aktiv. Bei angenehmen Plotting-Raten von ca. 3 Meteoren je Stunde ist besonders die zweite Monatshälfte zu empfehlen (Neumond am 15.2.). Der Radiant der Antihelion Quelle (ANT) verlagert sich vom Krebs bis unterhalb des Sternbildes Leonis, seine Raten liegen mit 2 Meteoren je Stunde im Bereich des sporadischen Hintergrundes.

Januar 2018

Die bereits zu Jahresbeginn aktiven Quadrantiden (QUA) erreichen am 3.1. gegen 22h UT ihr Maximum, allerdings beeinträchtigt die Knolle massiv eine sinnvolle Verfolgung der Aktivität während des Maximums. Unter günstigen Bedingungen wären bis zu 120 Meteore je Stunde zu beobachten, der zirkumpolare Radiant erreicht nach Mitternacht Ortszeit eine ausreichende Höhe. Als weiterer Strom sind die Leonis Minoriden (DLM) im gesamten Zeitraum aktiv. Die Raten sind nur wenig höher als beim ekliptikalen Komplex der Anthelion Quelle (ANT), der mit ca. 2 Meteoren je Stunde knapp über dem sporadischen Hintergrund liegt. Der neu in die Liste hinzugekommene Strom der  Ursae Minoriden (GUM), startet am 10.1. seine geringe Aktivität. Bisher ist nur wenig bekannt, erst in jüngerer Zeit sind Daten des Stromes aus Video- und visuellen Daten belegt. Der Radiant liegt im Bereich zwischen UMi und Dra in der Polarsternregion, seine Raten liegen um 3 Meteore je Stunde. Die Geschwindigkeit ähnelt denen der Ursiden. Das Maximum am 18.1. fällt günstig mit der Neumondphase zusammen und bietet bei geeigneten Bedingungen die Möglichkeit weitere Daten über Aktivitätsverlauf und Stromparameter zu sammeln.

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