9°-parryförmige Bögen (EE66)

Foto: Karl Kaiser

Beschreibung

Lichtweg
EE66 - 9°-parryförmige Bögen
Kristallart:
  • Pyramidalkristalle
Orientierung:
  • Hauptachse vertikal
Lichtweg:
  • Brechung an Seitenfläche und Pyramidalfläche
Vorkommen:
  • selten (etwa einmal im Jahr)
Am oberen und unteren Teil des 9°-Rings kann man in seltenen Fällen weiße Lichtverstärkungen beobachten. Dies sind die 9°-parryförmigen Bögen, die auch als 9°-Nebensonnen bezeichnet werden. Sie treten fast immer zusammen mit anderen Halos auf, die durch pyramidale Kristalle erzeugt werden. Ab etwa 30° Sonnenhöhe kann der obere der beiden Bögen nicht mehr entstehen. Der untere Bogen tritt ab 50° Sonnenhöhe nicht mehr auf. In der Simulation oben wurden pyramidale Kristalle mit fast ideal vertikaler Hauptachse (Kippwinkel 2°) verwendet. Dies kommt in der Natur aber so gut wie nie vor. Daher sieht man die 9°-parryförmigen Bögen eher nur als Aufhellung im 9°-Ring und nicht als Bogen, der sich von der Sonne weg biegt.

Simulation

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Entstehung

Die 9°-parryförmigen Bögen entstehen an pyramidalen Kristallen mit vertikaler Hauptachse. Die Hauptachse geht durch die beiden Basisflächen. Solche Kristalle sind im Prinzip Plättchenkristalle mit Pyramidenaufsätzen auf den Basisflächen.

Fotos

9°-parryförmiger Bogen
Halophänomen mit pyramidalen Kristallen und oberem 9°-parryförmigem Bogen, am 06.02.2001 in Schlägl (Foto: Karl Kaiser)
Oberer 9°-parryförmiger Bogen
Halophänomen mit pyramidalen Kristallen und oberem 9°-parryförmigem Bogen, am 06.02.2001 in Schlägl (Foto: Karl Kaiser)
Pyramidal Halophänomen
Pyramidal-Halophänomen mit unterem 9°-parryförmigem Bogen, aufgenommen am 26.03.2013 in Dresden (Foto: Alexander Haußmann)

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