Taubogen

Foto: Michael Großmann

Erklärung

Der Regenbogen wird durch Brechung und Reflexion des Sonnenlichtes in Regentropfen hervorgerufen. Die Erscheinung des "Regenbogens" beschränkt sich allerdings nicht nur auf Regen, sondern kann ebenso an anderen Tropfenansammlungen, wie z.B. Spritzwasser von Schiffen (Gischt), Wasserfällen - oder an den Tautropfen auf einer Wiese beobachtet werden.

Tau bildet sich vor allem im Frühjahr und im Herbst, wenn in klaren Nächten der Erdboden stark abkühlt und dadurch der Wasserdampf kondensiert.

Der Taubogen ist sozusagen die untere Fortsetzung des Regenbogens, die auf eine horizontale Fläche projiziert wird. Man müsste also einen Halbkreis beobachten können, dessen Scheitelpunkt am Ende des Beobachterschattens liegt, und der sich nach außen hin öffnet.

In der Praxis ist allerdings oft nur ein farbiges Aufglitzern an den Seiten des "Regenbogens" wahrzunehmen. Rückstreuung und der schwache Kontrast zum Grün des Grases sind wohl dafür verantwortlich. Besser kommt der Taubogen zur Geltung, wenn sich die Tautropfen an Spinnenweben befinden, die vor allem im Herbst großflächig über der Wiese (vor allem an Waldrändern) verteilt sein können.

Ein Taubogen lässt sich leider nicht sehr häufig beobachten. Wenn die Sonne sehr tief steht, ist der Schattenwurf zu lang um den Taubogen ausmachen zu können. Steigt die Sonne höher, verdunstet der Tau recht schnell und ist das Schattenende dann endlich in Augenweite, ist meist nicht mehr genügend Tau vorhanden, um einen "Regenbogen" zu erzeugen. Am besten für die Beobachtung geeignet sind daher Waldlichtungen oder Wiesen, die am Morgen sehr lang im Schatten liegen.

Fotos

Taubogen und Heiligenschein 02.10.2011 (Foto: Michael Großmann)
Taubogen aufgenommen im Mondlicht am 11.04.2014 (Foto: Chris Kranich)